Lexikon
Hụsserl
Edmund, deutscher Philosoph, * 8. 4. 1859 Proßnitz, Mähren, † 27. 4. 1938 Freiburg im Breisgau; 1887 Privatdozent in Halle (Saale), 1901–1916 Professor in Göttingen, seit 1916 in Freiburg im Breisgau (1928 emeritiert). Husserl, der als Mathematiker begann, verhalf als Schüler F. Brentanos mit den „Logischen Untersuchungen“ (1900/01) der Phänomenologie zum Durchbruch. Von Husserl wurden M. Scheler, N. Hartmann, M. Heidegger u. a. Philosophen beeinflusst.
Der 1. Band der „Logischen Untersuchungen“, „Prolegomena zu einer reinen Logik“, war eine Kampfschrift gegen den Psychologismus. „Philosophie als strenge Wissenschaft“ (1911) ist eine programmatische Schrift, die im Namen der „wissenschaftlichen Philosophie“ der Weltanschauungsphilosophie den Kampf ansagte. Husserls „Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie“ (1913) sind das konstitutive Werk der Phänomenologie, in dem diese – als die Grundwissenschaft der Philosophie – in ihrem systematischen Aufriss entfaltet wird.
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