Lexikon

Iod

[
das; griechisch, „veilchenfarben“
]
Jod
Zeichen I (früher J), zur Gruppe der Halogene gehörendes grauschwarzes Element, dessen Dämpfe violett gefärbt sind; Atommasse 126,9045, Ordnungszahl 53, Dichte 4,93, Schmelzpunkt 113,0 °C, Siedepunkt 184,5 °C, in Wasser schlecht, in organischen Lösungsmitteln (z. B. Alkohol: Jodtinktur) gut löslich; in der Natur in vielen Verbindungen, jedoch nur in kleinen Mengen vorkommend (Meerwasser, Meeralgen, Salzquellen). Iod wird aus Tangasche, vorwiegend jedoch aus den Mutterlaugen des Chilesalpeters gewonnen. Seine chemischen Eigenschaften ähneln denen des Chlors, doch reagiert es nicht so heftig wie dieses. Verwendung als Desinfektionsmittel, in der analytischen Chemie (Iodometrie) und zur Herstellung von Arzneimitteln. – Iod ist für den menschlichen Organismus unentbehrlich. Hauptsächlich kommt es in der Schilddrüse vor, und zwar in den Hormonen Thyroxin und Trigodthyronin. Jodmangel kann zur Kropfbildung führen.

Verbindungen

Iodwasserstoff, HI, stechend riechendes Gas; seine wässrige Lösung ist die Iodwasserstoffsäure; Kalium- und Natriumiodid, KI und NaI, Verwendung in der Heilkunde; Silberiodid oder Iodsilber, AgI, lichtempfindliches Material in der Fotografie. Organische Iodverbindungen: Iodoform, Thyroxin.
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