Lexikon

Kautsky

Karl, marxistischer Theoretiker und Publizist, * 16. 10. 1854 Prag, † 17. 10. 1938 Amsterdam; Vater von Benedikt Kautsky; trat 1875 in Wien der Sozialdemokratie bei, lebte 1885–1890 in London (Zusammenarbeit mit F. Engels), seit 1897 in Berlin; Gründer und Herausgeber der sozialdemokratischen Zeitschrift „Die neue Zeit“ (1883–1917), Mitverfasser des Erfurter Programms. Kautsky war der führende Theoretiker der SPD und der Zweiten Internationale; er vertrat einen orthodoxen Marxismus und bekämpfte sowohl den Revisionismus E. Bernsteins wie den Radikalismus Rosa Luxemburgs; den Bolschewismus lehnte er ab. 1917 Mitgründer der USPD, 1922 Rückkehr in die SPD. Seit 1924 lebte Kautsky in Wien; von dort emigrierte er 1938 nach Holland. – Hauptwerke: „Karl Marx’ ökonomische Lehren“ 1887; „Die Diktatur des Proletariats“ 1918; „Materialistische Geschichtsauffassung“ 1927.
Waldkräuter
Wissenschaft

Verbreitungsgebiete von Waldpflanzen verschieben sich westwärts

In Anpassung an sich verändernde Umweltbedingungen verschiebt sich das Verbreitungsgebiet zahlreicher Arten. Eine Studie zeigt nun anhand von 266 Waldpflanzen, dass dabei nicht der Klimawandel die Hauptrolle spielt. Stattdessen hat offenbar der sich verändernde Stickstoffgehalt des Bodens einen größeren Einfluss. Passend zur...

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Wissenschaft

Der jüngste Neutronenstern

Astronomen haben in der Großen Magellan’schen Wolke das bizarre Relikt der berühmten Supernova von 1987 gesichtet. Der entstandene Neutronenstern heizt den Staub, der ihn einhüllt, gewaltig auf. von THORSTEN DAMBECK Lange mussten die Astronomen auf diese Sternexplosion warten – etwas Ähnliches war zuletzt zu Beginn des 17....

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