Lexikon

Kenia

Kolonialherrschaft

Um das Jahr 1000 n Chr. entstanden an der Küste des heutigen Staates islamische Stadtstaaten. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts brachten die Portugiesen die Küstenregion unter ihre Kontrolle, mussten diese aber nach heftigen Kämpfen 1698 dem Sultan von Oman überlassen. 1895 erklärte London Kenia zum Protektorat Ostafrika, 1920 zur Kronkolonie. Das fruchtbare Hochland wurde an weiße Siedler verteilt. Die afrikanische Nationalbewegung entzündete sich, besonders unter den Kikuyu, an der dadurch bedingten Landnot. 1952 brach der Mau-Mau-Aufstand gegen die Kolonialherrschaft aus, den die Briten militärisch niederschlugen. Sie mussten aber schließlich anerkennen, dass sich die Kolonialherrschaft überlebt hatte. So erhielt Kenia 1963 die Unabhängigkeit.
Kenia: Mau-Mau-Bewegung
Kenia: Mau-Mau-Bewegung
Der Kikuyu-Häuptling (rechts) unterhält sich mit einem Polizisten. Die Mau-Mau-Bewegung hatte zum Ziel, politische Unabhängigkeit zu erreichen und Land von den weißen Siedlern zurückzuerhalten.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Unterschiedliche Niederschlagsverhältnisse
    2. Vegetation und Naturschutz
  3. Bevölkerung
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Agrarstaat Kenia
    2. Industrie und Tourismus
    3. Dichtes Verkehrsnetz im Süden
  7. Geschichte
    1. Kolonialherrschaft
    2. Die Ära Kenyatta
    3. Land im Umbruch
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