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LEXIKON

Kristll

Physik
[der]
Mineralogie: Kristallformen
Mineralogie: Kristallformen
von gleichmäßig angeordneten, ebenen Flächen begrenzter fester Körper, in dem die Atome, Moleküle oder Ionen raumgitterartig angeordnet sind, d. h. in einer regelmäßigen, räumlich periodischen Struktur, die sich aufgrund der Kräfte zwischen den Teilchen als stabile Gleichgewichtslage ausbildet. Das Raumgitter der Teilchen in einem Kristall lässt sich durch bestimmte mathematische Deck- oder Symmetrie-Operationen (wie Verschiebungen, Drehungen, Spiegelungen und deren Kombinationen) in andere nicht unterscheidbare Lagen bringen. Die mathematische Gruppentheorie zeigt, dass es insgesamt 230 mögliche geometrische Anordnungen der Gitterbausteine zu einem Kristall gibt, die sich in 32 Symmetrieklassen und weiter in (meist) 7 Kristallsysteme einteilen lassen.
Der reale Kristall hat nie eine volle, ideale regelmäßige Anordnung des Raumgitters, sondern enthält stets „Baufehler“ (Fehlstellen, Störstellen), z. B. Lücken, einzelne nicht richtig eingebaute Atome, Fremdatome u. Ä. In sehr günstigen Fällen kommt etwa ein Kristallbaufehler auf 1 Mrd. Bausteine. Reale Kristalle zeigen vielfach auch keine einheitliche Orientierung der Kristallachsen über den gesamten Kristall (Einkristall), sondern bestehen aus kleinen fast-idealen Kriställchen von einigen tausendstel mm Größe.
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