Lexikon
künstliche Organe
mechanische, alloplastische Geräte (Alloplastik) oder Teile zum Ersatz kranker, nicht (voll) funktionstüchtiger, ausgefallener oder fehlender Körperorgane oder Körperteile. Nach Konstruktion und Funktion lassen sich unterscheiden: 1. Geräte außerhalb des Körpers (extrakorporale Prothesen), die zeitweise oder in wiederkehrenden Intervallen bestimmte Körperfunktionen übernehmen können, z. B. Herz-Lungen-Maschine, künstliche Niere; 2. Ersatzteile am oder im Körper, die ab- bzw. herausnehmbar sind; hierhin gehören die Prothesen im herkömmlichen Sinn, z. B. Arm-, Bein-, Zahnprothesen, Kontaktschalen. Diese künstlichen Organe sind z. T. einfach mechanischer Art, z. T. mit komplizierten elektronischen Steuerungsmechanismen versehen. 3. Ersatzteile, die fest mit dem Körper verbunden sind (alloplastische Implantate), wie z. B. fest sitzender Zahnersatz, künstliche Herzklappen und Arterienprothesen, künstliche Gelenke und künstliches Herz. Bei letzterem handelt es sich bisher allerdings meistens nicht um einen vollständigen Herzersatz, sondern um eine Kreislaufpumpe, die das kranke Herz in seiner Funktion unterstützt und lediglich die Zeit bis zu einer Transplantation überbrücken hilft. Seit 2001 gibt es einen neuen Kunstherz-Typ, der als kompletter Herzersatz konzipiert und für den Dauergebrauch gedacht ist. Herzschrittmacher (zur Aufrechterhaltung und Steuerung der Herzmuskelaktion) werden bereits vielfältig angewendet.
Herz-Lungen-Maschine
Herz-Lungen-Maschine
Mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine konnten erstmals Operation am offenen Herzen erfolgen.
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