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Ltvak

Michael Anatole, US-amerikanischer Filmregisseur russischer Herkunft, * 10. 5. 1902 Kiew,  15. 12. 1974 Paris; Hauptwerke: „Dolly macht Karriere“ 1930; „Ich war ein Spion der Nazis“ 1939; „Schlangengrube“ 1948; „Entscheidung vor Morgengrauen“ 1951; „Anastasia“ 1956; „Die Nacht der Generale“ 1966.
Litvak, Michael Anatole
Michael Anatole Litvak
  • Deutscher Titel: Ich war ein Spion der Nazis
  • Original-Titel: CONFESSIONS OF A NAZI SPY
  • Land: USA
  • Jahr: 1939
  • Regie: Anatole Litvak
  • Drehbuch: Milton Krims, John Wexley
  • Kamera: Sol Polito
  • Schauspieler: Edward G. Robinson, Francis Lederer, Grace Stafford, Paul Lukas
Kommissar Renard (Edward G. Robinson) vom FBI kommt in New York einem gefährlichen deutschen Spionagering auf die Spur und kann die Agenten unschädlich machen.
Regisseur Anatole Litvak stützt sich bei seinem viel beachteten Spielfilm auf eine Serie des ehemaligen FBI-Agenten Leon G. Tourrou über die Nazispionage und die Rolle des Deutsch-Amerikanischen Bundes, die im Juli 1938 in der »New York Post« erschien. Offizielle deutsche Stellen protestieren gegen den Film. Die Filmrollen wurden zu einem großen Teil mit aus Deutschland emigrierten Schauspielern besetzt.
»Ich war ein Spion der Nazis« ist Auftakt der achtteiligen Reihe »Hollywood und die Nazis«. Zu den Spielfilmen mit politischem Hintergrund gehören u.a. »Watch on the Rhine« (1943) und »Fahrkarte nach Marseille« (1944).
  • Deutscher Titel: Entscheidung vor Morgengrauen
  • Original-Titel: DECISION BEFORE DAWN
  • Land: USA
  • Jahr: 1951
  • Regie: Anatole Litvak
  • Drehbuch: Peter Viertel (Dialoge: Carl Zuckmayer)
  • Kamera: Franz Planer
  • Schauspieler: Richard Basehart, Oskar Werner, Hildegard Knef
Oskar Werner besticht in der Rolle eines Mannes, der aus achtbaren Motiven sein Heimatland verrät. Er stellt einen deutschen Sanitäter im Jahr 1944 dar, der beschließt, sich das grauenvolle Treiben der Nationalsozialisten nicht länger tatenlos anzusehen. Er wird Geheimagent im eigenen Land und nimmt in dieser Funktion den Kampf gegen das Hitler-Regime auf.
Anatole Litvak legt einen politisch motivierten Spionagefilm vor, der jedoch durch seinen Hang zu vordergründiger Dramatik nur abgeschwächte Wirkung erzielt. Dies gilt ähnlich für zahlreiche weitere Filme des in
Russland
geborenen Regisseurs, deren Inhalt von sozialem Engagement zeugen.
  • Deutscher Titel: Anastasia
  • Original-Titel: ANASTASIA
  • Land: USA
  • Jahr: 1956
  • Regie: Anatole Litvak
  • Drehbuch: Arthur Laurents, nach einem Bühnenstück von Marcelle Maurette
  • Kamera: Jack Hildyard
  • Schauspieler: Ingrid Bergman, Yul Brynner, Helen Hayes, Ivan Desny
  • Auszeichnungen: Oscar 1957 und Golden Globe 1957 für Hauptdarstellerin (Ingrid Bergman)
Paris in den 20er Jahren: Die junge Anna (Ingrid Bergman) leidet unter Amnesie. Orientierungslos und verzweifelt will sie ihrem Leben ein Ende setzen. Doch in letzter Minute wird sie von Serge und dem ehemaligen General Bounine (Yul Brynner) daran gehindert. Beide Männer erkennen Annas Ähnlichkeit mit der verschollenen Zarentochter Anastasia. Bounine kommt auf die Idee, sich dieser Ähnlichkeit zu bedienen, um an das Vermögen des Zaren heranzukommen: Er baut sie in der Öffentlichkeit als Anastasia, also die rechtmäßige Erbin des Vermögens, auf. Anna, die mehr und mehr davon überzeugt ist, tatsächlich Anastasia zu sein, lässt sich zunächst willenlos von Bounine führen, und sie verliebt sich in ihn. Doch schließlich erkennt sie seine wahren Pläne und wehrt sich, letztlich erfolgreich, gegen sein Intrigenspiel.
Die Geschichte der Anna Anderson sorgte lange Zeit in der Presse für Schlagzeilen, bis sie schließlich für den Film ausgewertet wird.
1956 verfilmt auch der deutsche Regisseur Falk Harnack in »Anastasia, die letzte Zarentochter« ihr Schicksal.
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