Lexikon
Magịster officiorum
[lat. „Ämtermeister“]
eines der höchsten Ämter im spätantiken Röm. Reich, bezeugt seit 320 n. Chr. Der M. o. war Chef der Zentralverwaltung am Kaiserhof u. Protokollchef sowie Mitgl. des kaiserl. Rates (consistorium). Als Vorgesetzter der kaiserlichen Kontrollorgane (agentes in rebus), die auch als Spitzel dienten, wurde der M. o. im 4. Jh. n. Chr. zum mächtigsten Beamten, der auch entscheidenden Einfluss auf die Außen- u. Kirchenpolitik, teilweise auch auf militär. Angelegenheiten nehmen konnte. Der Niedergang des Amtes begann im 5.Jh. n. Chr. im Westen, da die Germanengefahr zum Aufstieg der Heermeister (Magister militum) führte; im oström. Reich blieb der M. o. im diplomat. Verkehr weiterhin bis in das 7. Jh. n. Chr. führend tätig.
Wissenschaft
Im Lithium-Rausch
Der Trend zur Elektromobilität lässt den Bedarf an manchen Rohstoffen kräftig steigen – vor allem an Lithium. Bislang wird das Metall nur in wenigen Regionen der Welt gefördert. Doch künftig könnte es auch aus heimischen Quellen kommen. von JAN BERNDORFF Feldspat, Quarz und Glimmer – die drei vergessʼ ich nimmer!“ Dieser Erdkunde...
Wissenschaft
Der Ursprung der schweren Elemente
Bei der Entstehung von Uran und Thorium sind neutronenreiche Atomkerne zentral. Eine neue Methode gibt Aufschluss über diesen Prozess – und fand schon ein neues Uran-Isotop. von DIRK EIDEMÜLLER Schon seit Jahrtausenden grübeln Menschen über die Natur und den Ursprung der Materie. Diese alte philosophische Frage hat sich im Lauf...