Lexikon
Mali
Wirtschaft und Verkehr
Mali gehört zu den ärmsten Entwicklungsländern, seine Wirtschaft ist in hohem Maße von den Weltmarktpreisen für die beiden wichtigsten Exportgüter Gold und Baumwolle abhängig. Zudem hemmen Dürrekatastrophen und Hungersnöte den wirtschaftlichen Entwicklungsprozess.
Der Ackerbau im klimatisch begünstigten Süden und die vorwiegend nomadisch betriebene Viehhaltung (Rinder, Schafe, Ziegen) reichen für die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung nicht aus. Auch die Erträge aus der Fischerei am Binnendelta des Niger sind aufgrund der häufigen Dürreperioden drastisch gesunken.
An Bodenschätzen besitzt Mali neben Gold auch Phosphat, Kalk und Steinsalz sowie Eisen, Mangan und Bauxit. Der Bergbau wird jedoch durch die schlechte Infrastruktur und unzureichende Energieversorgung eingeschränkt. Das Wasserkraftwerk des 1988 fertig gestellten Manantali-Staudamms am Quellfluss des Senegals konnte aufgrund von Kapitalmangel erst 2002 in Betrieb genommen werden. Finanzmittel fehlen auch zur Verkehrserschließung, die besonders im Norden unzureichend ist. Eine Bahnlinie verbindet das Binnenland Mali mit dem Hafen Dakar (Senegal).
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