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Neruda

[
neˈruda
]
Pablo, eigentlich Neftalí Ricardo Reyes Basualto, chilenischer Lyriker, * 12. 7. 1904 Parral,  23. 9. 1973 Santiago de Chile; Diplomat; als Kommunist längere Zeit in der Emigration, u. a. in der UdSSR und China; Neruda begann im Stil des Modernismo („Crepusculario“ 1923), wandte sich dann dem Surrealismus zu („Aufenthalt auf Erden“ 19331935, deutsch 1960); die Erfahrungen des spanischen Bürgerkrieges bewirkten eine Hinwendung zum Marxismus und ließen ihn zu einem politischer Dichter werden. „Der große Gesang“ 1950, deutsch 1953, ist ein Lied auf Amerikas Natur und Geschichte, seine Völker und Unterdrücker; die „Elementaren Oden“ 1954, deutsch 1957, preisen die einfachen Dinge; Autobiografie „Ich bekenne, ich habe gelebt“ 1974. Erhielt den Nobelpreis für Literatur 1971.
Neruda, Pablo
Pablo Neruda
Nobelpreisverleihung durch den schwedischen König. Als zweiter von links: Pablo Neruda aus Chile, der den Literaturpreis erhalten hat.
  • Erscheinungsjahr: 1950
  • Veröffentlicht: Chile
  • Verfasser: Neruda, Pablo
  • Deutscher Titel: Der große Gesang
  • Original-Titel: Canto General
  • Genre: Gedichtsammlung
Die in Mexiko erscheinende Gedichtsammlung »Der große Gesang« von Pablo Neruda (* 1904,  1973) zählt zu den Hauptwerken des chilenischen Dichters. Das etwa 13 000 Verse umfassende Werk ist ein Epos Südamerikas, in dem Natur und indianische Kulturen ebenso geschildert werden wie die Ausbeutung durch die Kolonialmächte in der Vergangenheit und die Knechtung durch den Wirtschaftsimperialismus der Gegenwart. Der auch als parteipolitischer Lyriker bekannte Neruda, der als Kommunist jahrelang im Exil lebte, wird mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet »für eine Poesie, die mit der Wirkung einer Naturkraft Schicksal und Träume eines Weltteils lebendig macht«.
Die deutsche Übersetzung erscheint 1953.
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