Wahrig Herkunftswörterbuch
Schäfchen ins Trockene bringen
Wer sein Schäfchen ins Trockene bringt, der verschafft sich einen Vorteil oder bringt seinen Gewinn in Sicherheit. Viele behaupten, dass mit dem Schäfchen in dieser seit 1576 belegten Redensart gar kein kleines Schaf, sondern ein kleines Schiff gemeint ist: das lautlich ähnliche Schäfchen habe das ursprüngliche niederdeutsche Schepken „Schiffchen“ ersetzt. Doch die Redensart ist bäuerlichen Ursprungs und hat nichts mit Schiffen zu tun. Das Schaf steht hier für den Wertgegenstand, den ein einfacher Mann erworben hat – warum jedoch muss es ins Trockene? Es geht nicht darum, dass Schafe bei Gewitter in den Stall getrieben werden müssen, um ihr Fell zu retten – das Fell hat eine Fettschicht, die Wasser abweist. Viel mehr Ungemach droht, wenn Schafe auf sumpfigen Wiesen weiden, dort nämlich können sie von einem Egel befallen werden, der schwere Leberentzündungen hervorruft und ganze Herden vernichtet. Hat man also eine trockene Weide, muss man nicht um seinen wertvollen Besitz fürchten.
Wissenschaft
Kontroverse Quantenrealität
Gespenstische zeitlose Beziehungen regieren das Universum – und stellen die Existenz der gewohnten Welt grundsätzlich infrage. von RÜDIGER VAAS Der österreichische Teilchenphysiker Reinhold Bertlmann hatte seit seiner Studentenzeit die Angewohnheit, stets zwei Socken unterschiedlicher Farbe zu tragen. Bog er um eine Ecke, sah ein...
Wissenschaft
Das Rätsel vom Wasser der Erde
Wann, wie und wodurch erhielt die Erde ihr Wasser? Lieferten es Planetoiden oder Kometen – oder steckte es bereits in den Urbausteinen? von FRANZISKA KONITZER Der Ursprung des Wassers auf der Erde ist umstritten.“ So beginnt ein vor Kurzem erschienener Artikel in der Fachzeitschrift Science. Darin vermuten Laurette Piani von der...
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