Wahrig Herkunftswörterbuch
Schäfchen ins Trockene bringen
Wer sein Schäfchen ins Trockene bringt, der verschafft sich einen Vorteil oder bringt seinen Gewinn in Sicherheit. Viele behaupten, dass mit dem Schäfchen in dieser seit 1576 belegten Redensart gar kein kleines Schaf, sondern ein kleines Schiff gemeint ist: das lautlich ähnliche Schäfchen habe das ursprüngliche niederdeutsche Schepken „Schiffchen“ ersetzt. Doch die Redensart ist bäuerlichen Ursprungs und hat nichts mit Schiffen zu tun. Das Schaf steht hier für den Wertgegenstand, den ein einfacher Mann erworben hat – warum jedoch muss es ins Trockene? Es geht nicht darum, dass Schafe bei Gewitter in den Stall getrieben werden müssen, um ihr Fell zu retten – das Fell hat eine Fettschicht, die Wasser abweist. Viel mehr Ungemach droht, wenn Schafe auf sumpfigen Wiesen weiden, dort nämlich können sie von einem Egel befallen werden, der schwere Leberentzündungen hervorruft und ganze Herden vernichtet. Hat man also eine trockene Weide, muss man nicht um seinen wertvollen Besitz fürchten.
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