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LEXIKON

Neue Ordnung Ostasiens

japanisch To-A chitsujo, am 3. 11. und erneut am 22. 12. 1938 vom japanischen Premierminister F. Konoe in Denkschriften und Rundfunkansprachen dargelegte außenpolitische Leitgedanken, die auf einen politischen und wirtschaftlichen Verbund Chinas, Mandschukuos und Japans unter japanischer Führung abzielten. Die Proklamation der Neuen Ordnung Ostasiens erfolgte im Anschluss an die diplomatische Niederlage der Westmächte auf der Münchner Konferenz und sollte diese zum Rückzug aus China bewegen; ferner sollte China unter einer aufzubauenden Gegenregierung (Wang Jingwei) zu japanischen Bedingungen (Anerkennung Mandschukuos, Stationierung japanischer Truppen, Handelspräferenzen) zum Friedensschluss gezwungen werden. Im Sommer 1940, nach der militärischen Niederlage Frankreichs und der Niederlande, wurde die „Neue Ordnung“ auf die südostasiatischen Kolonien dieser Mächte ausgeweitet und in die propagandistisch wirksame Formel einer Großostasiatischen Wohlstandssphäre überführt.
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