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LEXIKON

Nutzpflanzen

Pflanzen, die der menschlichen Ernährung oder der Fütterung von Haustieren dienen oder die Genuss- oder Heilmittel oder Rohstoffe liefern; im engeren Sinne die Kulturpflanzen, die gezielt züchterisch bearbeitet sind; die Abgrenzung ist schwankend; im weiteren Sinne gelten auch wild wachsende Formen wie Heidelbeere, Preißelbeere oder die Edelhölzer der tropischen Regenwälder als Nutzpflanzen. Die ältesten Nutzpflanzen waren die Getreide, die mit dem Beginn der Jungsteinzeit (8.7. Jahrtausend v. Chr.) nachzuweisen sind, daneben seit dem 6. Jahrtausend schon Hülsenfrüchte. Der Austausch der Nutzpflanzen zwischen der Alten und der Neuen Welt nach der Entdeckung Amerikas geschah bei den Nutzpflanzen der gemäßigten Zonen und den Nutzpflanzen der warmen Zonen gegenläufig: Während die ersteren (Mais, Kartoffel, Bohne, Tabak, Kürbis u. a.) dem europäischen Nutzpflanzenanbau gewaltigen Auftrieb gaben, dem im Wesentlichen nur der Weizenanbau in Nordamerika gegenübersteht, schufen die letzteren (Reis, Hirse, Taro, Kaffee, Banane, Tee, Kakao, viele Obstarten und Palmfrüchte) in Mittel- und Südamerika erst die Grundlage zu stärkerer Besiedlung. Dem steht im Wesentlichen nur die Hevea brasiliensis, der Hauptlieferant des Kautschuks, gegenüber. Durch Züchtung klimaresistenter Nutzpflanzensorten beginnt sich langsam der Unterschied zwischen den beiden Klimazonen zu verwischen.
Heidelbeere
Heidelbeere
Heidelbeere, Vaccinium myrtillus
Deutschland: Ernteeinsatz
Mähdrescher
Mähdrescher beim Ernteeinsatz.
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