Lexikon
Ọppenheimer
Josef, genannt Jud Süß, deutscher Geschäftsmann, * 12. 2. 1698 Heidelberg, † 4. 2. 1738 Stuttgart (hingerichtet); erwarb ein großes Vermögen; war seit 1733 „Hofjude“ des Herzogs Karl Alexander von Württemberg, der ihn zum Geheimen Finanzrat ernannte. Oppenheimer erschloss dem Herzog, der von der Steuerbewilligung durch die Stände unabhängig werden wollte, neue Geldquellen durch Einführung von Monopolen, Ämterhandel und Münzverschlechterung. Nach dem Tod des Herzogs wurde er in einem von Beamtenschaft und Landständen betriebenen anfechtbaren Verfahren zum Tode verurteilt. – „Jud Süß“, Novelle von W. Hauff (1827), Roman von L. Feuchtwanger (1925), antisemitischer Hetzfilm von V. Harlan (1940).
Wissenschaft
An der Grenze des Periodensystems
Forschende erzeugen mithilfe von Teilchenbeschleunigern neue superschwere Elemente. von CAROLIN SAGE Nur wenige Minuten nach dem Urknall entstanden die ersten chemischen Elemente: Wasserstoff, Helium und Lithium. Doch dabei blieb es nicht. Eigentlich fing die sogenannte Nukleosynthese erst anschließend an, denn im Inneren von...
Wissenschaft
Die Entzauberung des Vitruv
Vieles, was wir über römische Baukunst wissen, stammt von Marcus Vitruvius Pollio. Doch nicht alle Theater sind so konstruiert, wie von dem antiken Gelehrten beschrieben, belegen moderne Laserscans. von ROLF HEßBRÜGGE An kaum einem Ort kann man europäische Geschichte so gut begreifen wie im italienischen Volterra: In der rund 2....
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