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LEXIKON

ozenische Musik

die Musik in Mikronesien, Melanesien und Polynesien. Entsprechend den vielfältigen Völkern der Region ist die Musik in Einzelheiten recht unterschiedlich; gemeinsam ist allen diesen Kulturen, dass ihre Musik stark in Kult und Magie wurzelt. Viele Musikinstrumente werden rituell hergestellt und sind mit Tabus belegt. In diesem Sinn ist das wohl wichtigste Instrument das Schwirrholz, das, wie Flöte und Schlitztrommel, mit den Reifezeremonien verbunden ist. Rasseln werden im Fruchtbarkeits- und Totenkult verwendet.
Wie viele Instrumente, so gelten auch viele Gesänge als heilig. Die Tradition beruht auf mündlicher Überlieferung. Die Gesänge sind Stammeseigentum an vielen Stellen (Maori). Sie werden solistisch oder im Wechsel zwischen Vorsänger und Chor vorgetragen. Es gibt Bordun- und Ostinatobildungen. Manchmal kommt es zu primitiver Mehrstimmigkeit; beliebt sind ungewöhnliche Klangfarben (z. B. Falsettstimmen). Beeindruckend sind die stark rhythmisch gebundenen Ritualgesänge der Polynesier Tahitis.
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