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LEXIKON

Schmidt

Arno, deutscher Schriftsteller, * 18. 1. 1914 Hamburg,  3. 6. 1979 Celle; sah sich als literarischer Pionier, der nach neuen Erzählformen suchte (Einflüsse von A. Döblin und J. Joyce) und mit der Sprache experimentierte (psychoanalytisch geprägte „Etymtheorie“); sein Werk vereinigt aufklärerische, naturalistische und expressionistische Züge. Romane und Erzählungen: „Leviathan“ 1949; „Das steinerne Herz“ 1956; „Die Gelehrtenrepublik“ 1957; „Rosen und Porree“ 1959; „Kaff auch Mare Crisium“ 1960; „Kühe in Halbtrauer“ 1964; „Zettels Traum“ 1970; „Die Schule der Atheisten“ 1972; „Julia“ 1983. Essays und Studien: „Sitara und der Weg dorthin“ 1963; „Der Triton mit dem Sonnenschirm“ 1969.
  • Erscheinungsjahr: 1949
  • Veröffentlicht: Bundesrepublik Deutschland und DDR
  • Verfasser:
    Schmidt
    , Arno
  • Deutscher Titel: Leviathan
  • Genre: Drei Erzählungen
Beim Verlag Rowohlt in Hamburg erscheint unter dem Titel »Leviathan« das Erstlingswerk von Arno Schmidt (* 1914,  1979). Die drei in diesem Band enthaltenen Erzählungen »Gadir oder Erkenne dich selbst«, »Leviathan oder Die beste der Welten« und »Enthymesis oder W.I.E.H.« behandeln jeweils das Thema Macht und Geist in einer anderen historischen Situation. Das Werk ist gekennzeichnet vom Versuch, eine der Darstellung von Bewusstseinsvorgängen angemessene Erzählform zu finden.
  • Erscheinungsjahr: 1956
  • Veröffentlicht: Bundesrepublik Deutschland und DDR
  • Verfasser:
    Schmidt
    , Arno
  • Deutscher Titel: Das steinerne Herz
  • Genre: Historischer Roman aus dem Jahre 1954
Der beim Verlag Stahlberg in Karlsruhe erscheinende Roman »Das steinerne Herz« von Arno Schmidt (* 1914,  1979) enthält den inneren Monolog eines Historikers und Numismatikers, der vor fast nichts zurückschreckt, um seine Sammelwut zu befriedigen. So beginnt er mit der Frau seines Hauswirts ein Verhältnis, um an alte statistische Handbücher zu kommen. Schließlich findet er in der Wohnung der Wirtsleute einen alten Münzschatz, den er gewinnbringend verkauft. Der Roman wird geprägt durch die sog. Rastertechnik, bei der der sprachliche Ablauf in mehrere Abschnitte aufgespaltet wird; der Beginn dieser Abschnitte wird aus dem Satzspiegel in Kursivschrift nach links herausgerückt.
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