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LEXIKON

Straßburg

französisch Strasbourg
Hauptstadt der französischen Region Elsass und des Départements Bas-Rhin, an der Mündung der Ill, des Rhein-Marne- und des Rhein-Rhône-Kanals in den Rhein, 273 000 Einwohner; historisches Zentrum Grand Île (Weltkulturerbe seit 1988), berühmtes Straßburger Münster, Fachwerk- (in der Altstadt z. B. Haus Kammerzell, 1589, und die Hirschapotheke, 1567), Renaissance- (z. B. Große Metzig, 1586) und Barockbauten (z. B. Schloss Rohan, 17281741); katholischer Erzbischofssitz; Sitz des Europarats (seit 1949), des Europa-Parlaments und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (seit 1998); Universität (1537), Hochschulen u. a. Bildungsanstalten, Internationales Institut für Menschenrechte, Bibliotheken, Museen, Oper, Theater; Handels- und Kongresszentrum, Messestadt, Börse, Sitz zahlreicher Banken und Versicherungen, Großsender, Verlage; Kernforschungszentrum (Kronenbourg); Elektro-, Metall-, Maschinen-, Auto-, Glas-, Holz-, Papier-, Textil-, Tabak-, Nahrungsmittel-, Gummi-, chemische und pharmazeutische Industrie, Brauereien, 2 Erdölraffinerien; Tourismus; bedeutender Rheinhafen, internationaler Flughafen Entzheim.
Das römische Argentoratum war Legionsstandort, wurde im 4. Jahrhundert Bischofssitz, 1262 freie Reichsstadt; im 15./16. Jahrhundert ein Zentrum des Humanismus und der Mystik; 1681 Besetzung durch Ludwig XIV., 18711918 Hauptstadt des Reichslands Elsass-Lothringen, seitdem mit Unterbrechung der deutschen Besatzungszeit (19401944) französisch.
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