Lexikon
Unpaarhufer
Unpaarzeher; Perissodactylazu den Huftieren gehörige Ordnung der Säugetiere, die die Familien mit ungerader Zehenzahl umfasst. Die Unpaarigkeit der Zehen kam im Lauf der Stammesgeschichte durch eine langsam fortschreitende Rückbildung von Außenzehen zustande, so dass die Mittelzehe entweder wie beim Pferd (Einhufer) allein oder mit den beiden benachbarten Zehen in der Dreizahl funktionstüchtig ist. Weitere Zehen sind meist vorhanden, aber mehr oder weniger stark rückgebildet (Griffelbein beim Pferd). Zu den Unpaarhufern gehören Nashörner, Tapire und Pferde.
Unpaarhufer
Unpaarhufer
Skelett des jeweils linken Vorderfußes von Tapir, Nashorn und Pferd. Beim Tapir ist nur der Daumen zurückgebildet, die übrigen Zehen blieben erhalten. Bei den heutigen (rezenten) Nashörnern ist außer dem Daumen auch die fünfte Zehe verschwunden. Bei den Pferden sind die zweite und vierte Zehe nur noch in Form der Griffelbeine (Knochen am Fuß) vertreten.
© wissenmedia
Panzernashorn (Rhinoceros unicornis)
Panzernashorn (Rhinoceros unicornis) mit Jungtier
Die Haut des indischen Panzernashorns ist durch Falten in verschiedene Platten zerlegt. Im Gegensatz zu seinen afrikanischen Verwandten hat es nur ein Horn und bevorzugt Wald- und Sumpfgebiete als Lebensraum.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
Wissenschaft
Elektroflugzeuge dank neuer Brennstoffzelle?
Flugreisen gelten bislang als die klimaschädlichste Art der Fortbewegung. Doch eine neue Technologie könnte das ändern: Forschende haben eine Brennstoffzelle entwickelt, die aus Natrium und Luft Energie gewinnt – und zwar mit einer so hohen Energiedichte pro Kilogramm, dass ein Einsatz in der Luftfahrt möglich würde. Anders als...
Wissenschaft
Eine Menge Magie in der Materie
In den Jahren des Ersten Weltkriegs hat der berühmte Soziologe Max Weber seine nach wie vor oft zitierte Rede über „Wissenschaft als Beruf“ gehalten und darin von der Berechenbarkeit der Dinge zwischen Himmel und Erde gesprochen, die in seinen Augen eine „Entzauberung der Welt“ zur Folge hatte. Leider ist Max Weber schon 1920...