Lexikon
Venezuela
Zwischen Diktatur und Demokratie
Bürgerkriege und Diktaturen bremsten im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Entwicklung. Unter dem diktatorisch regierenden Präsidenten Juan Vicente Gómez (1908–1929, 1931–1935) kam es dank der Erschließung riesiger Erdölvorkommen zu einem nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung, der aber nur eine kleine Minderheit begünstigte. 1948 übernahm eine Militärjunta die Regierungsgewalt und beendete eine unter dem Präsidenten Rómulo Betancourt (AD) 1945 eingeleitete Reformperiode. Ein Staatsstreich 1952 brachte Oberst Marcos Pérez Jiménez an die Macht. Nach seinem Sturz 1958 wurde erneut Betancourt zum Staatsoberhaupt gewählt. In der Folgezeit lösten sich die Acción Democratica und die christdemokratische COPEI in der Regierung ab. Präsident Carlos Andrés Pérez (AD) verstaatlichte 1976 die Erdölindustrie. Aufgrund der in den 1980er Jahren gestiegenen Auslandsverschuldung und einer Wirtschaftskrise ging Pérez in seiner zweiten Amtszeit (1988–1993) zu einer rigorosen Sparpolitik über, die Massenproteste und 1992 einen Putschversuch des Linkspopulisten Hugo Chávez Frías auslöste. Korruptionsvorwürfe führten 1993 zur Absetzung von Pérez. Sein Nachfolger, der COPEI-Mitgründer Rafael Caldera Rodriguez, versuchte erfolglos, die Wirtschaftskrise einzudämmen.
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News der Woche 06.09.2024
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Lebensbaustein aus dem All?
Ein Laborexperiment ahmt die Bedingungen in kalten galaktischen Molekülwolken nach. Dabei gelang der Nachweis von Glycerinsäure. von DIRK EIDEMÜLLER Eine der großen Fragen, die verschiedene Zweige der Naturwissenschaft verbindet, lautet: Woher stammen die Grundbestandteile des Lebens? Zwar kennen wir heute die grundlegenden...