Lexikon
Ziege
Säugetier
CapraGattung der Hornträger. Da die Angehörigen der gesamten Gattung unbeschränkt fruchtbar untereinander und auch mit der Hausziege kreuzbar sind, betrachtet man die 4 „Arten“ besser als Unterarten oder als Rassenkreise einer Großart (Capra ibex). Der Unterschied besteht nur in Gehörn und Behaarung der Männchen, während die Weibchen allesamt sehr ähnlich sind. Die 4 Rassenkreise sind: 1. Bezoarziegen, 2. Steinböcke (mit Alpensteinbock und Tur), 3. Iberische Steinböcke, 4. Schraubenziegen. Zur Gattung Capra stellt man heute auch das Mähnenschaf; einen Übergang zu den Schafen bildet vielleicht das Blauschaf (Schaf).
Mähnenschaf
Mähnenschaf
Im Frühjahr bringt das Mähnenschaf ein bis drei Kitze zur Welt, die bereits wenige Stunden nach der Geburt umherspringen.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
Die Hörner sind kräftig und vielgestaltig; das Haarkleid ist meist rau und weist Woll- und Grannenhaare sowie oft Mähne und Bart auf. Die meisten Ziegen sind ausgezeichnete Kletterer. Die Wildziegen bewohnen in Gruppen besonders die Berggebiete Asiens, Afrikas und Europas. Als Stammform der Hausziegenrassen Europas kommt vorwiegend die Bezoarziege in Frage, die schon im Neolithikum domestiziert wurde. Die heutigen Ziegenrassen sind meist Landrassen. Man unterscheidet die Deutsche Edelziege (Milchrasse), die Damara-Ziege, die weiße Flandrische Ziege, die langhaarige Walliser Schwarzhalsziege (Fleischrasse), die Toggenburger Ziege der Ostschweiz, die weißen Rassen der Saanenziege von Bern und Wallis sowie die Angoraziege und die Kaschmirziege mit längerem und feinerem Haar.
Ziege
Hausziege
Färbung, Länge und Form der Haare sind
bei den Ziegen mannigfaltig. Unter der züchterischen Hand des Menschen
entstanden auch neue Merkmale, wie die paarigen Hautgebilde, die Glöckchen
am Hals mancher Ziegen.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
Bezoarziegen
Bezoarziegen
Die Bezoarziege, von der die Hausziege abstammt, ist früher in den Gebirgen Vorderasiens und auf den griechischen Mittelmeerinseln verbreitet gewesen. Heute kommt sie dort nur noch in Restbeständen vor.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
Angoraziege
Angoraziege
Bei der Angoraziege ist nicht das Deckhaar, sondern das Wollhaar zu einem langen, lockigen Vlies entwickelt. Die meist weiße Wolle wird als Mohairwolle oder Kämelwolle gehandelt.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
Wissenschaft
News der Woche 09.08.2024
Der Beitrag News der Woche 09.08.2024 erschien zuerst auf wissenschaft.de.
Wissenschaft
Wie Walnussbäume ihr Geschlecht wechseln
Um eine Selbstbefruchtung zu vermeiden, haben Walnussbäume einen Trick entwickelt: Innerhalb einer Saison bringen sie zunächst Blüten des einen Geschlechts hervor und danach Blüten des anderen. Welches Geschlecht zuerst kommt, unterscheidet sich von Baum zu Baum. Nun haben Biologen die genetischen Grundlagen für diesen...