Gesundheit A-Z
Asthma cardiale
anfallsweise Atemnot, die auftritt, wenn durch eine plötzliche oder (meist) chronische Herzinsuffizienz eine Lungenstauung entsteht und sich gleichzeitig die Bronchialmuskulatur verkrampft. Wenn die linke Herzkammer zu schwach ist, um das Blut rasch und effektiv in den Körperkreislauf zu pumpen, staut sich das Blut in den Lungen. Durch den steigenden Druck wird Flüssigkeit aus den Blutgefäßen ins Lungengewebe gedrückt, was die Atemfunktion mäßig oder - bei einem Lungenödem - sogar lebensgefährlich beeinträchtigen kann. Zu einem Asthma cardiale kommt es aufgrund der Druckverhältnisse vor allem im Liegen, daraufhin richten sich die Patienten auf, um die Atemnot zu mindern. Hält der Zustand an, muss ein Arzt mit ausschwemmenden und/oder die Atemwege erweiternden Medikamenten behandeln.
Wissenschaft
Gehirn aus der Petrischale
In der Hirnforschung gibt es ein molekulares Werkzeug, mit dem Forschende zumindest Teile der Entwicklung des Gehirns verfolgen können. Sie überwinden immer mehr Schwächen dieser Organoide. von RAINER KURLEMANN Das Gehirn eines Embryos ist ein empfindliches Organ. Die Wissenschaft kann es nicht untersuchen, weil die Forschung dem...
Wissenschaft
»Es entsteht Neues und Spannendes«
Das Forschungsfeld der synthetischen Biologie entwickelt sich rasant. Biochemiker Tobias Erb berichtet von den Anfängen – und wie es immer weiter vorangeht. Das Gespräch führte RAINER KURLEMANN Herr Prof. Erb, wie reagieren Menschen, denen Sie erzählen, woran Sie forschen? Ich habe selten das Gefühl, dass synthetische Biologie...