Gesundheit A-Z
Tollwut
Lyssa; Rabiesdurch den Biss von infizierten Tieren wie Hunden, seltener Wölfen, Füchsen oder Katzen übertragene, meldepflichtige Infektionskrankheit. Das Lyssa-Virus vermehrt sich zunächst im Bereich der Bisswunde, wandert dann in die graue Substanz des Zentralnervensystems und führt nach einer Inkubationszeit von drei Wochen bis drei Monaten schließlich zu Krämpfen der Schlund-, Kehlkopf- und Atemmuskulatur, die mit Atemnot und Erstickungsgefühl, Schluckbeschwerden, Hydrophobie, starkem Speichelfluss beim Anblick von Wasser bei quälendem Durst sowie ausgeprägter psychischer Erregbarkeit einhergehen. Eine klinisch manifeste Tollwut führt durch Lähmung der Herz- und Atemmuskulatur immer zum Tode. Im Gegensatz zu anderen Infektionskrankheiten ist eine aktive Impfung aufgrund der langen Inkubationszeit auch nach erfolgter Infektion noch möglich, die zur Sicherheit mit einer passiven Immunisierung durch spezifische Immunglobuline kombiniert werden sollte. In Gebieten, in denen Tollwut (z. B. bei Wildtieren) aufgetreten ist, sollten sich Haustiere, vor allem Hunde, nicht unbeaufsichtigt im Freien bewegen dürfen.
Wissenschaft
Im Insekten-Labor
Insekten können uns mehr nützen, aber auch mehr schaden, als gemeinhin angenommen wird. Das zu erforschen und neue Lösungen zum Wohl des Menschen zu entwickeln, ist das Ziel eines noch jungen Wissenschaftszweigs, der Gelben Biotechnologie. von MONIKA OFFENBERGER Der Evolutionsbiologe John Burdon Sanderson Haldane scherzte einst „...
Wissenschaft
Flüssigkeiten gefrieren später als gedacht
Physiker haben in einem aufwendigen Versuchsaufbau erstmals experimentell untersucht, wann sich in unterkühlten Flüssigkeiten die ersten Kristallisationskeime bilden – der Beginn des Gefrierprozesses. Die ersten Kristalle entstehen demnach deutlich später als bislang vermutet; damit beginnt auch das Gefrieren später und ist...