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Neujahrsvorsätze: In kleinen Schritten zum gesünderen Rücken

Die meisten Deutschen haben gute Vorsätze für das neue Jahr. Zu den Klassikern gehört es dabei mehr Sport zu treiben oder sich gesünder zu ernähren. Doch leider sind diese Vorsätze meistens nicht von Dauer - und das rächt sich besonders für unseren Rücken. Wir geben Tipps, wie unsere vorbildlichen Ziele in puncto Bewegung und Rückengesundheit das Neujahr auch tatsächlich überdauern.

Rückenschmerzen
Mehr als zwei Drittel aller Deutschen leidet zumindest hin und wieder an Rückenschmerzen.
Viele Deutschen haben entweder regelmäßig oder zumindest phasenweise mit Rückenschmerzen zu kämpfen. Das unangenehme Gefühl schränkt uns im Alltag ein und verleidet uns den Tag. Dabei liegt die Ursache des Schmerzes oft in unserer alltäglichen Routine - wenn wir zu viel sitzen, uns zu wenig bewegen oder Stress haben. Das Gute daran ist jedoch, das meist schon kleine Veränderungen unserem Rücken gut tun, denn es müssen nicht immer große Einschnitte oder dramatische Veränderungen sein.

Jeder Schritt zählt

In puncto Bewegung gilt: Je mehr, desto besser – und das können durchaus die sprichwörtlichen kleinen Schritte sein. „10.000 Schritte pro Tag sind das optimale Ziel“, so Tanja Cordes von der Aktion Gesunder Rücken e. V. (AGR) „Wer im Job und Freizeit viel sitzt, kommt jedoch oft nicht einmal auf die Hälfte.“ Um ein besseres Gespür dafür zu bekommen, wie viel wir wirklich gehen, ist ein Schrittzähler eine sinnvolle Investition. Eine Alternative ist eine Schrittzähler-App für das Smartphone.

Denn so sehen wir schnell, dass schon ein Spaziergang am Abend oder in der Mittagspause das Schrittkonto schnell in die Höhe schnellen lässt. Aber auch bereits kleine Strecken zu Fuß statt mit dem Auto zurückzulegen – zum nahegelegenen Supermarkt, zur Post oder zur Apotheke – kommen der Gesundheit zugute. Der Rücken profitiert dabei von jedem Schritt, denn die Bewegung beugt einer verspannten Rückenmuskulatur vor und sorgt dafür, dass die Bandscheiben elastisch bleiben.

Optimal sind auch regelmäßige Ausgleichsübungen, die nicht viel Zeit kosten. Schon zehn bis fünfzehn Minuten gezieltes Dehn-, Mobilisations- und Kräftigungstraining am Tag kann die Rückengesundheit verbessern. Einige Übungen, die man einmal erlernt hat, kann man später sogar ganz einfach im Alltag machen - in der Pause oder sogar beim Warten an einer roten Ampel.

Pedometer
Moderne Pedometer kann man bequem am Gürtel oder als Armband tragen.
Erholungspausen im Alltag

Stress belastet nicht nur unsere Psyche, sondern wirkt sich häufig auch körperlich aus. Wer in der Arbeit unter Druck steht, verkrampft unwillkürlich. Nackenverspannungen, die häufig auch nach Feierabend noch lange anhalten, lassen dann nicht lange auf sich warten. Auch an diesem Punkt ist es meist realistischer, sich für das neue Jahr kleine Veränderungen vorzunehmen. Denn den Jobstress wird man wahrscheinlich nicht so ohne weiteres los.

Damit der Stress nicht auf den Rücken und die Gesundheit schlägt, können aber schon kleine Dinge helfen. Eine gute Möglichkeit ist es, viele kleine Erholungspausen in den Alltag zu integrieren. Zwischendurch einmal aufstehen und einige Schritte gehen ist gut für den Rücken und fördert die Konzentration. Eine Tasse Tee als Ritual, bevor der Arbeitstag beginnt, ein paar Minuten durchatmen am offenen Fenster oder ein paar Dehnübungen am Schreibtisch sorgen für mehr Entspannung - und dafür, dass der Neujahrsvorsatz "weniger Stress" beste Chancen auf eine langfristige Umsetzung hat.

Büroansicht
Ergonomischer Stühle lässt sich durch zahlreiche Einstellmöglichkeiten wie Sitzhöhe und -neigung „personalisieren“.
Auf rückengerechte Möbel achten

Wichtig ist es außerdem, sich eine rückengerechte Alltagsumgebung zu schaffen. Wer täglich acht Stunden am Arbeitsplatz sitzt und weitere acht Stunden nachts schläft, der sollte vor allem seine Büromöbel und sein Bett mit Bedacht aussuchen. Hier kann es beispielsweise hilfreich sein, einen verstellbaren Schreibtisch zu nutzen, an dem man sowohl stehen als auch sitzen kann. Dieser Wechsel entlastet den Rücken.

Bei Stühlen hilft es, wenn diese ein aktives und bewegtes Sitzen fördern, beispielsweise durch kippbare Sitzflächen oder einen Stuhl, der durch eine Federlagerung flexibel ist. Selbst die Auswahl der Tastatur und die Computermaus beeinflussen unsere Haltung. Unergonomisches Zubehör kann die Gelenke in Händen und Schultern belasten und schmerzhafte Verspannungen hervorrufen. Der Start in das neue Jahr kann daher generell eine gute Gelegenheit sein, sich von einigen alten Gegenständen zu trennen und beim Neukauf der Rückengesundheit größere Beachtung zu schenken.

HDI, 29.12.2016
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