Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Bein

Bein
n.
1.
bei Wirbeltieren und beim Menschen
jedes der beiden unteren (hinteren) Gliedmaßen
(Vorder~, Hinter~);
Syn.
oberdt.
Fuß;
linkes, rechtes B.; du bist wohl mit dem linken B. zuerst aufgestanden
du hast recht schlechte Laune
(nach altem Aberglauben gilt das linke B. als „ungünstig“ beim Aufstehen);
jmdm. ~e machen
ihn energisch antreiben;
jmdm. ein B. stellen
ihn durch Vorstrecken eines Beins zum Stolpern bringen;
übertr.
ihn am Vorwärtskommen hindern;
sich die ~e vertreten
(nach langem Sitzen) ein wenig hin und her gehen;
einen Kranken wieder auf die ~e bringen
ihn gesund machen;
jmdm. wieder auf die ~e helfen
jmdm. helfen, seine Lage zu verbessern;
wieder auf die ~e kommen
wieder gesund werden, seine Lage wirtschaftlich wieder bessern;
ich war den ganzen Tag auf den ~en
ich bin nur herumgelaufen, war immer unterwegs;
die ~e in die Hand, unter dem Arm nehmen
scherzh.
schnell laufen, sich beeilen;
sich eine Last ans B. binden
eine Last auf sich nehmen, die einen behindert;
was man nicht im Kopf hat, das muss man in den ~en haben
scherzh.
wenn man etwas vergessen hat, muss man noch einmal zurückgehen;
mit beiden ~en auf der Erde stehen
lebenstüchtig sein, die Dinge nüchtern beurteilen
2.
bei Gliederfüßern
Fortbewegungsorgan
3.
stützender, tragender Teil eines Gegenstandes
(Tisch~, Stuhl~)
4.
veraltet, noch gelegentlich bayr., österr.
Knochen
(Schlüssel~); der Schreck fuhr mir in die ~e
Eine Gruppe Europäischer Aale (Anguilla anguilla). Auf ihrer Reise durchs Meer entwickeln sich die Larven zu kleinen durchsichtigen Glasaalen.
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