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Traumjob über den Wolken

Die ganze Welt kennenlernen, in einem internationalen Ambiete arbeiten, von hübschen Stewardessen umgeben – und immer scheint die Sonne: Pilot ist für viele der Traumjob par excellence. Wir sprachen mit Christian über den Ausbildungsweg ins Cockpit und den Alltag als Pilot.

Das Interview

wissen.de: War Pilot von Anfang an Ihr Traumjob oder hat es ein wenig gedauert, bis Sie zu diesem Beruf gefunden haben?

Chrisitan: Flugzeuge und auch die feschen Uniformen der Piloten haben mich schon als Kind begeistert. Zu dem Beruf habe ich aber erst viel später und über den Umweg eines begonnenen Maschinenbaustudiums gefunden. Irgendwie war dieser etwas ausgefallene Beruf nach dem Abitur noch nicht in meinen Überlegungen vertreten.

wissen.de: Wie wird man eigentlich Pilot und wie kann man eine solche Ausbildung finanzieren?

Christian: Für den Verkehrsflugzeugführer benötigt man eine Eignungsprüfung. Fällt diese positiv aus, kann man entweder Schein für Schein erwerben oder in durchgehender Ausbildung schulen, so wie es z.B. die Lufthansa an der Verkehrsfliegerschule in Bremen und Phoenix/Arizona tut. Letzteres dauert für Theorie und Praxis in etwa zwei Jahre.

Die Ausbildung zum Verkehrsflugzeugführer ist sehr teuer. Hat man jedoch auch die Firmenqualifikation der Lufthansa bestanden, wird die Schulung zum Teil von Lufthansa und zum Teil über ein Firmendarlehen finanziert. Über Einzelheiten sowohl zum Ausbildungsablauf, zu den Inhalten wie auch zur Finanzierung kann man sich z.B. auch unter www.lufthansa-pilot.de informieren.

wissen.de: Bleibt man als Pilot möglichst bei einer Fluglinie oder ist es karrierefördernd, die Fluglinie zu wechseln?

Christian: Das ist sehr unterschiedlich: Viele Piloten wechseln anfangs des öfteren die Gesellschaft, hören damit aber spätestens dann auf, wenn sie einmal bei einer größeren Fluglinie beschäftigt sind. Denn in den meisten Firmen herrscht beim „fliegenden Personal“ das Senioritätsprinzip, d.h. umgeschult oder befördert, z.B. zum Flugkapitän, wird von den Bewerbern immer zuerst derjenige, der schon länger dabei ist. Bei einem Wechsel in eine andere Gesellschaft muss man sich deshalb in den meisten Fällen jeweils wieder ganz hinten einreihen.

wissen.de: Ist Weiterbildung als Pilot ein Thema?

Christian: Ein ganz großes: Wir müssen uns ständig weiterbilden, da es immer wieder Neuerungen und Änderungen gibt oder auch wenn wir z.B. das Flugzeugmuster wechseln. Zudem müssen wir regelmäßig den Nachweis erbringen, dass wir unser „Handwerk“ verstehen. Neben vielen anderen Schulungen gehen wir dazu auch mindestens viermal im Jahr in einen Flugsimulator.

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