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Wirtschaftsprüfer/in

Egal ob Kölner SPD oder Bundes-CDU - will eine Partei die Legalität ihrer Kassenführung nachweisen, bestellt sie einen Wirtschaftsprüfer. Deren unabhängige Prüfung gibt Aufschluss über die wahre wirtschaftliche Lage einer Organisation oder eines Unternehmens. Doch das Aufgabenspektrum der Zahlenexperten ist weit größer.

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Ein Beruf mit guten Verdienstmöglichkeiten

Die Schlagzeilen der letzten Zeit zeigen zum einen, wie wichtig gute Wirtschaftsprüfer sind, und zum anderen, welch hohes Ansehen ihre Branche auch in der Öffentlichkeit genießt. Dementsprechend stimmt bei Wirtschaftsprüfern nicht nur die Kasse der analysierten Unternehmen, sondern auch die eigene. Bereits kurz nach dem Berufseinstieg verdienen sie selten unter 50.000 Euro im Jahr. Wer es schafft, in einer großen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft wie etwa Price Waterhouse Coopers oder der KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Partner einzusteigen, ist nah am großen Geld. Hier geht's ab 150.000 Euro jährlich los, jeder Zehnte ist Millionär.

Daher erstaunt es doch ein wenig, dass qualifizierte Nachwuchsprüfer zur Zeit dringend gesucht werden. Schätzungen zu Folge bleiben in Deutschland momentan zwei von drei Stellen unbesetzt. Insgesamt gibt es in Deutschland fast 11.000 zugelassene Wirtschaftsprüfer. Allein die großen Gesellschaften haben jährlich Interesse an 2500 "frischen" Prüfungsassistenten. Dass es einen solch eklatanten Nachwuchsmangel gibt, liegt vermutlich daran, dass der Weg zum Wirtschaftsprüfer nicht nur beschwerlich ist, sondern auch lang. "Bisweilen dauert es durch die äußerst anspruchsvolle Ausbildung nach dem Studium noch einmal vier bis fünf Jahre, bis man endlich als Wirtschaftsprüfer arbeiten kann. Viele sind dann schon 35 oder gar 40. Vielleicht schreckt das ja ein wenig ab. In Zukunft soll aber die notwendige berufsbegleitende Zusatzausbildung gestrafft und stärker an praktische Bedürfnisse angepasst werden, so dass man auch schon jünger zum Zug kommen kann", berichtet Peter Marks, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und geschäftsführendes Mitglied des Vorstands des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW).

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BW Bildung und Wissen Verlag, Nürnberg 2002
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