Wahrig Herkunftswörterbuch
Sintflut
In der Genesis, dem 1. Buch Mose, wird berichtet, wie Gott die sündige Menschheit mit der Sintflut straft. Einzig Noah findet Gnade vor Gott und wird vor den 40 Tage und Nächte anhaltenden Fluten gerettet. Volkstümlich dichtete man die Sintflut im Mittelalter zur Sündflut um, obwohl
ahd.
sin(t)fluot undmhd.
sinvluot nur „große Flut“ bedeuten. Zeitlich vor der Sintfluterzählung des Alten Testaments einzuordnen sind altorientalische, schon den Sumerern bekannte Überlieferungen wie das Gilgamesch–Epos, die den Sündenaspekt nicht vorrangig zum Thema haben. Sintflut oder sintflutartige Regenfälle nennt man heute heftige Niederschläge oder schwere Überflutungen mit dramatischen Folgen. Das Adjektiv vorsintflutlich (aus der Zeit vor der Sintflut stammend) wird umgangssprachlich für „völlig veraltet, sehr altmodisch“ verwendet. Der Spruch après nous le déluge „nach uns die Sintflut“ stammt wohl von der Marquise von Pompadour, die ihn 1757 nach der Schlacht bei Roßbach geäußert haben soll – allerdings nicht in der heutigen Bedeutung „alles weitere ist uns gleichgültig“, sondern als böse Vorahnung.
Wissenschaft
»Tun Sie nie etwas im Weltraum, das Sie vorher nicht trainiert haben!«
Charlie Duke ist einer der vier noch lebenden Astronauten, die den Mond betreten haben. bild der wissenschaft traf ihn auf der Wissenschaftskonferenz Starmus im armenischen Jerewan. Das Gespräch führte Alexandra von Ascheraden Charlie Duke, seit Beginn des Raumfahrtzeitalters waren nur zwölf Menschen auf dem Mond. Lediglich vier...
Wissenschaft
»Mit einer optischen Uhr lassen sich feine Höhenunterschiede ermitteln«
Tanja Mehlstäubler entdeckte als junge Forscherin, wie präzise sich mit laser-gekühlten Atomen die Zeit messen lässt. Diese Technik entwickelt sie nun weiter. Das Gespräch führte Nikolaus Fecht Frau Professor Mehlstäubler, was hat Sie zur Miniaturisierung von Atomuhren motiviert? Während meiner Postdoc-Zeit in Paris arbeitete ich...