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wissen.de Artikel

Work & Travel, Freiwilligenarbeit und Co.

Urlaub mit win-win


Einsatzbereitschaft und Mut


Frosch
Frösche schützen

Tierliebhaber können die Nationalparkranger in Costa Rica unterstützen, Wildtiere in Südafrika oder Orang-Utans in Borneo pflegen, bei Elefantenschutzprojekten in Thailand, Sri Lanka, Namibia oder Tansania mitarbeiten, Meeresschildkröten auf den Seychellen oder in Griechenland schützen oder Haiforschung in der südafrikanischen Kapregion betreiben.

Egal ob Freiwilligenarbeit, Work & Travel oder Volunteering … die Organisationen geben ihren Angeboten verschiedenste Namen, der Zweck ist derselbe. Spezielle Vorkenntnisse sind meist nicht gefordert, gefragt sind in erster Linie ehrliche Motivation und eine Portion Mut, sich auf Unbekanntes einzulassen und in Sachen Unterkunft auf den Komfort eines Luxusresorts zu verzichten. Die Auswahl der Angebote ist mittlerweile unglaublich facettenreich: Von Tierschutz in Mexiko bis zum Nomadenprojekt in der Mongolei findet jeder eine Urlaubsaufgabe, die seinen Talenten und Neigungen entspricht.

Ein führender Anbieter für Freiwilligenarbeit weltweit ist Projects Abroad (projects-abroad.de), mit Projekten in 27 Ländern. Die Aufgaben reichen von Sozialarbeit über Unterrichten bis Naturschutz. Ob man dies im ozeanischen Paradies der Fidschi Inseln oder lieber in der chinesischen Großstadt Shanghai machen möchte, ist jedem überlassen. In einem klassischen Urlaubskatalog darf man die Destination ja auch selbst wählen. Von Äthiopien über die Fidschi Inseln bis Vietnam werden etwa Menschen gesucht, die Lust haben, Kinder in Deutsch, Englisch oder Französisch zu unterrichten. Man kann im Senegal mit Straßenkindern, oder auf den traumhaften Galapagos-Inseln oder in Peru in Kindergärten arbeiten. Wer sich mehr zutraut, engagiert sich in Kambodscha für Kinder in Waisenhäusern und Pflegeheimen oder für Landminenopfer und Straßenkinder. Helfen darf sich aber auch mal fast wie Urlaub anfühlen. Beim Meeresbiologie-Projekt in Thailand etwa erforscht man im warmen Andamanischen Meer – einem der besten Tauchgebiete der Welt – die Vegetation von Korallenriffen und pflanzt neue Mangroven an. Tauchkurs und -schein gibt’s als Vorbereitung inklusive.

 

Work & Travel

Der Anbieter STA Travel (statravel.de) bietet nicht nur reine Working Holidays an, sondern auch die Variante Work & Travel. Sie bietet die Möglichkeit, klassische Studienreisen mit einigen Tagen Freiwilligenarbeit zu verbinden.
Etwa 70 Projekte in 34 Ländern von Asien bis Ozeanien stehen insgesamt zur Auswahl – vom Natur- und Tierschutz über die Arbeit mit Kindern bis zu gemeinnützigen Projekten. Bei der Reise „Bei den Nomaden in der Mongolei“ etwa lernt man bei Fahrten mit der Transibirischen und Transmongolischen Eisenbahn  zunächst weite Teile des Nahen Ostens vom Zugfenster aus kennen, im Terelj Nationalpark nimmt man hautnah am Leben der dortigen Menschen teil und hilft bei der Flusssäuberung. Am Anfang und Ende der Reise steht außerdem Sightseeing in Moskau und Peking auf dem Programm.
Doch auch die anderen Angebote haben alle ihren ganz eigenen Reiz: Tierliebhaber können die Nationalparkranger in Costa Rica unterstützen, Wildtiere in Südafrika oder Orang-Utans in Borneo pflegen, bei Elefantenschutzprojekten in Thailand, Sri Lanka, Namibia oder Tansania mitarbeiten, Meeresschildkröten auf den Seychellen oder in Griechenland schützen oder Haiforschung in der südafrikanischen Kapregion betreiben. Wer gerne mit Menschen arbeitet, kann in Mosambik vom Sturm zerstörte Häuser wieder aufbauen, ein Gemeindeprojekt bei den Maoris unterstützen oder bei zahlreichen Projekten in Mosambik oder Rio de Janeiro, Peru oder Buenos Aires, in den Townships Süfdafrikas oder in Antigua mit Kindern lernen und spielen. Naturliebhaber finden Arbeit auf Biofarmen in Ecuador oder Patagonien, in Neuseeland kann man Kiwis ernten oder den Menschen in Costa Rica naturverträgliches Recycling nahe bringen.

 

Kleine Anbieter, große Hilfe

Neben diesen großen Organisationen gibt es viele weitere Organisationen zum Thema Work & Travel – manchmal wird man sogar für seinen Einsatz bezahlt.

Die meisten Projekte für Freiwilligenarbeit sind in Entwicklungsländern stationiert, doch auch in den entwickelten Ländern gibt es Brennpunkte, an denen jede Hilfe benötigt wird. Die Organisation PractiGo (practigo.com) etwa vermittelt Menschen für Hilfsprojekte zwar auch in exotischen Ländern von Argentinien über Ghana bis Uruguay, doch auch im spanischen Alicante gibt es wichtige Projekte in Sachen Tier- und Umweltschutz sowie Sozialarbeit, Erziehung oder Medizin. Das Besondere an dieser Organisation: Die Freiwilligenarbeit wird meist mit Sprachkursen verbunden – je nach Land von Spanisch bis Mandarin. So bringt man nicht nur wertvolle Erfahrungen, sondern auch eine neue Sprache mit nach Hause. Da die Aufenthalte mindestens vier Wochen dauern, sind die Angebote jedoch am besten für Studenten oder Sabbaticals geeignet.

Congo
Arbeit in Hilfsprojekten

Die Organisation PractiGo vermittelt Menschen für Hilfsprojekte zwar auch in exotische Länder - von Argentinien über Ghana bis Uruguay - doch auch im spanischen Alicante gibt es wichtige Projekte in Sachen Tier- und Umweltschutz sowie Sozialarbeit, Erziehung oder Medizin.

Die Organisation KuturLife (kultur-life.de) bietet sogenannte Volunteer-Programme. In Israel bieten sich Projekte, in denen man mit Wildtieren arbeitet oder hilft, ein Ökodorf aufzubauen, in Vietnam darf man Waisen oder kranken Kindern den Alltag verschönern, in einer religiösen Stätte hilfsbedürftige Menschen betreuen oder für den National Marine Park arbeiten – von der Reisernte bis zur Betreuung der Website.
Auch über TravelWorks (travelworks.de) kann man sich engagieren – in 39 Ländern. Mit dabei: eine Kindertagesstätte in Swasiland oder Tätigkeiten in den Bereichen Bau und Infrastruktur oder Tierschutz in Surinam. In Laos, einem der ärmsten Länder der Erde, kann man buddhistische Mönche und die lokale Bevölkerung in Englisch unterrichten. Wer allzu fremde Kulturen oder die Konfrontation mit sozialem Elend etwas scheut, findet bei TravelWorks aber auch „sanftere“ Angebote – etwa zum Schutz der Pflanzen- und Tierwelt in den Nationalparks der USA und Kanada, oder zum Vogelschutz an der spanischen Küste.

Übrigens: Wer bereit ist, im Urlaub Hand anzulegen statt sich selbst nur in den Liegestuhl, kann sich einen Teil seines Urlaubs zurückverdienen – sprich: Die Angebote sind nicht so teuer wie klassische Erlebnisreisen. Und: Man lernt Menschen, Kulturen und die Natur viel näher und intensiver kennen und gewinnt Einblicke, die normalen Touristen verborgen bleiben. Da kann man auf ein paar Wochen Cluburlaub in Spanien getrost mal verzichten ...
 
Jutta Mlnarschik
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