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Arm und reich in Deutschland

Bundesregierung stellt Armuts- und Reichtunsbericht vor

Was ist Armut? Für die Mitglieder der Europäischen Union ist ein Alleinstehender arm, wenn er „weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient“. In Deutschland sind das 781 Euro netto. Nach dem dritten Armuts- und Reichtumsbericht, den die Bundesregierung soeben vorgestellt hat, gelten in Deutschland 13 Prozent der Bevölkerung als arm, d. h. jeder Achte. Ohne soziale Leistungen wie Arbeitslosengeld II und Wohn- oder Kindergeld läge die Quote doppelt so hoch, ließ Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) wissen. Die erhobenen Daten sind allerdings über zwei Jahre alt. Seitdem sind die Lebenshaltungskosten noch einmal gestiegen, die Arbeitslosenzahlen hingegen gesunken.

Wer arm ist

Mit seiner Armutsquote liegt Deutschland im Europa-Vergleich unter dem Durchschnitt von 16 Prozent. Auch das Armutsrisiko für Kinder ist mit einem Wert von 12 Prozent unter dem europäischen Schnitt mit 19 Prozent.

Besonders häufig vom so genannten Armutsrisiko betroffen sind Arbeitslose – hier vor allem Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende und gering Qualifizierte. Bei ihnen liegt das Risiko bei 43 Prozent. Überdurchschnittlich hoch ist der Wert bei Alleinerziehenden. Bei ihnen liegt das Armutsrisiko bei 24 Prozent, während Familien mit Kindern ein unterdurchschnittliches Armutsrisiko von 9 Prozent aufweisen.

Bei Erwerbstätigen reduziert sich die Einkommensarmut auf sechs Prozent. Bei den Älteren ist das Armutsrisiko ähnlich hoch wie bei der Gesamtbevölkerung. Nur 2,3 Prozent der Menschen im Alter ab 65 Jahren bezogen zum Ende des Erhebungszeitraums – Ende 2006 – Grundsicherung im Alter und sind damit von Altersarmut betroffen.

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von Michael Fischer, wissen.de/Quelle: Bundesregierung
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