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Bewerben im Ausland

Wenn Sie sich für einen Job oder ein Praktikum im Ausland bewerben wollen, müssen Sie bei der Zusammenstellung Ihrer Bewerbungsunterlagen sowie bei der Kontaktaufnahme bzw. beim Vorstellungsgespräch mit dem gewünschten Arbeitgeber mehr Faktoren berücksichtigen, als Sie es in Ihrem Heimatland tun müssten.

Der Bewerbungsmodus ist von Land zu Land unterschiedlich

Bei der Bewerbung für eine Arbeitsstelle in dem Land, in dem Sie leben und das Sie gut kennen, müssen Sie kaum auf besondere Formvorschriften oder Formulierungskünste achten. Zumindest wird das oft Ihr Eindruck sein, da Ihnen vieles als selbstverständlich erscheint. Im Ausland kann das völlig anders sein.

Beispielsweise beginnt im anglo-amerikanischen Raum (USA, Großbritannien, Irland, Kanada) ein Lebenslauf nicht mit Ihrer ersten Ausbildung bzw. mit Ihrem ersten Job, sondern mit dem, was Sie zuletzt gemacht haben in chronologisch umgekehrter Aufstellung. In einigen osteuropäischen Ländern brauchen Sie eine "Einladung" von einer bekannten bzw. dem Unternehmen nahe stehenden Persönlichkeit, um für eine mögliche Einstellung in das Unternehmen überhaupt berücksichtigt zu werden. "Gewöhnliche" Empfehlungsschreiben von ehemaligen Professoren oder Arbeitgebern dürften hier nicht ausreichen.

Somit ist es wichtig, sich über die jeweiligen Gepflogenheiten der einzelnen Länder zu informieren, um Ihre Chance auf einen erfolgreichen Einstieg in einen Auslandsjob zu erhöhen.

Tipps zum besseren Verständnis des Ziellandes

Bevor Sie sich für einen Job in einem bestimmten Land bewerben, sollten Sie sich zuallererst über das Zielland und dessen kulturelle Grundlagen informieren.

Unterhalten Sie sich mit einem Menschen aus dem Land, in dem Sie sich bewerben wollen. Über den persönlichen oder familiären Bekanntenkreis sollte eine solche Person zu finden sein. Nutzen Sie die Gelegenheit und lassen Sie eingerostete (Brief-)Freundschaften wieder aufleben. Haben Sie einen Bekannten, der viel reist? Er kann Ihnen sicherlich auch weiterhelfen. Vergessen Sie nicht: auch über das Internet können Sie viel in Erfahrung bringen. Via Chatroom haben Sie beispielsweise die Möglichkeit, binnen kurzer Zeit jemanden aus Ihrem Zielland kennen zu lernen.

Übersetzen Sie nicht einfach Ihren deutschen Lebenslauf in eine andere Sprache. Obwohl die Versuchung aufgrund der Arbeitsersparnis groß sein mag, ist dies sehr gefährlich. So sind beispielsweise Datumsformat, Gliederung und Länge von Land zu Land sehr unterschiedlich. Ideal ist es, wenn Sie Ihren Lebenslauf neu in der jeweiligen Sprache schreiben. Das gleiche gilt natürlich für das Anschreiben.

Wichtig bei Wörtern des deutschen Sprachraums: es kommt vor, dass es für das deutsche Wort keine englische Bezeichung gibt, z.B. "Matura", "Magister". Für die englische Bewerbung verwenden Sie hier am besten den deutschen Ausdruck und in Klammer das englische Äquivalent, z. B. "Matura (equivalent of A-level)".

Berücksichtigen Sie nationale Gepflogenheiten. In multikulturellen Staaten werden Angaben, die Vorurteile wecken könnten, nicht gerne gesehen. Das gilt beispielsweise für die Hautfarbe, die Religionszugehörigkeit oder den Familienstand. In den USA ist deshalb beispielsweise von Fotos in der Bewerbung abzuraten, da sie nichts über das Leistungspotenzial des Mitarbeiters verraten.

Stellenbewerbung im Internet - Tricks und Fallen

Sie haben soeben eine der zahllosen Websites besucht und sind fündig geworden. Für den Auslandsjob, den Sie gerade angeboten bekommen, soll man sich online bewerben. Bevor Sie jedoch gleich mit der Eingabe Ihrer Daten loslegen, sollten Sie sich folgende Hinweise durchlesen:

Tricks

  • Notieren Sie den exakten Link bzw. die Jobdetails, damit Sie den Job auch später wiederfinden.
  • Für eine Bewerbung im Internet gilt: finden Sie zuerst so viel wie möglich über Ihren Arbeitgeber heraus.
  • Bevor Sie mit der Eingabe beginnen, bereiten Sie sämtliche verfügbaren elektronischen Bewerbungsdokumente (v.a. Lebenslauf und Anschreiben) als Datei vor.
  • Geben Sie Texte korrekt ein und verwenden Sie so weit wie möglich die "Ausschneiden-Einfügen"-Funktionen Ihrer Textverarbeitung und übernehmen Sie die Textpassagen direkt von Ihrer Datei, um Fehler beim Übertragen zu vermeiden.
  • Bevor Sie Ihre Bewerbung abschicken, drucken Sie Ihre Eingaben aus und lesen Sie sie nochmals gründlich durch.

Fallen/Hindernisse

  • Arbeitsaufwand: Um den andauernden Aufwand der Eingabe Ihrer Bewerbungsdaten für bestimmte Jobs in Grenzen zu halten, tragen Sie ihren Lebenslauf bei einer Online-Stellenbörse oder bei Vermittlungsagenturen ein. Achten Sie jedoch darauf, den Lebenslauf regelmäßig zu aktualisieren. So können Sie ihren Marktwert "testen".
  • Zeit für Suche: Um Ihren regelmäßigen Suchaufwand zu minimieren, wählen Sie sich nach gründlicher Übersicht zwei bis drei Jobsites aus, die Sie regelmäßig verwenden. Manche Seiten bieten auch so genannte Job-Agenten an. Wenn Sie hier Ihre Wünsche eintragen, werden passende Angebote per E-Mail zugesandt.
  • Interessenskonflikt: Vermeiden Sie Jobsuchen und Bewerbungen an Ihrem aktuellen Arbeitsplatz. Heutzutage kann man nahezu jegliche Tätigkeit im Internet nachverfolgen.

Schritt für Schritt zum Auslandspraktikum

Je früher Sie mit den Vorbereitungen für ein eventuelles Praktikum beginnen, desto größer sind Ihre Chancen und Ihre Flexibilität. Bedenken Sie auch, dass Formalitäten je nach Land eine sehr lange Zeit in Anspruch nehmen können.

Der Zeitrahmen

12 Monate vor dem Start Informationssuche und Branchenselektion
10 Monate vor dem Start Persönliche Kontaktaufnahmen, Firmenselektion
6-8 Monate vor dem Start Bewerbung
4-6 Monate vor dem Start Am Ball bleiben
2-4 Monate vor dem Start Entscheidung, Vorabrecherche, Behördengänge und Unterkünfte
0-2 Monate vor dem Start Visum beantragen, Unterkunft besorgen, ehemalige Praktikanten kontaktieren

Noch 12 Monate: Länderwahl und Branchenselektion

Besuchen Sie während dieser Zeit am besten bereits internationale Firmenmessen und durchforsten Sie das Internet. Versuchen Sie, durch Gespräche mit Brancheninsidern herauszufinden, ob das Unternehmen wirklich für Sie interessant ist und welche Arbeitsbereiche und Entwicklungsmöglichkeiten man vorfindet. Finden Sie Bekannte, die in dem Zielland bereits einige Zeit verbracht haben und Ihnen Tipps geben können. Beziehen Sie auch die jeweilige Branchenlage mit ein. Schließlich wird es in einer von wirtschaftlichen Krisen gebeutelten Branche in einem Jahr kaum Jobs geben.

Entscheiden Sie sich auch vor allem zwischen zwei Arten von Unternehmen: Value oder Growth (Wert oder Wachstum) - eine Unterscheidung, die auch an der Börse vorgenommen wird. Für Sie ist diese Unterteilung deswegen nützlich, da die Unternehmen jeweils sehr unterschiedliche Ideologien haben und komplett unterschiedliche Ziele verfolgen:

Value-Firmen, wie zum Beispiel in den Sektoren Konsumgüter oder Rohstoffe, bauen auf ein relativ beständiges Geschäft auf, das einen kontinuierlichen Einkommensstrom generiert. Damit ist das Geschäft geringeren Schwankungen ausgesetzt und die Jobsicherheit ist relativ hoch.

Growth-Firmen sind in Wachstumssegmenten tätig. Dazu gehören beispielsweise Telekommunikation, Biotechnologie und Internet. Die Profitabilität und der Umsatz sind sehr von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage abhängig. Mitunter kann es daher in diesen Bereichen zu starken Schwankungen kommen. Rekrutierungs- und Entlassungszyklen wechseln sich ab. Diesem Risiko steht jedoch die Chance gegenüber, in guten Zeiten wesentlich schneller die Karriereleiter hinaufzuklettern.

Wer eine langfristige Anstellung - womöglich noch bei ein und demselben Unternehmen - sucht, für den scheint eine Value-Firma besser zu passen.

Noch 10 Monate: Persönliche Kontaktaufnahmen, Firmenselektion

Nach der Vorselektion Ihrer Zielbranche(n) sollten Sie jetzt einzelne Unternehmen wählen, die Ihnen besonders interessant erscheinen. Nutzen Sie die gesamte Palette an verfügbaren Informationen und stellen Sie Firmenprofile zusammen. Zögern Sie nicht, auch telefonisch mit den Unternehmen Kontakt aufzunehmen und offene Fragen zu erörtern. Wichtig ist hier auch, einen persönlichen Kontakt zur Personalabteilung herzustellen und sich "bekannt" zu machen. Bringen Sie in Erfahrung, auf welchen Veranstaltungen das Unternehmen in Ihrer Nähe anzutreffen ist.

Noch 8 Monate: Bewerbung

Stellen Sie für jedes ausgewählte Unternehmen eine eigene Bewerbungsmappe zusammen. Achten Sie dabei auf die länderspezifischen Formvorschriften. Ihre besonderen Qualifikationen müssen auf das Unternehmen zugeschnitten präsentiert werden. Sie können die Vorarbeit auch mehrfach nutzen: Bewerben Sie sich für verschiedene Länderrepräsentanzen weltweiter Unternehmen. Damit können Sie Ihre Chancen ohne viel Zusatzaufwand erhöhen Achtung: Falls das Unternehmen die Bewerbungen zentral behandelt, könnte eine zu großzügige Auswahl an Zielländern den Eindruck erwecken, dass Sie etwas ziellos sind und nicht genau wissen, was Sie wollen. Selbstverständlich können und sollten Sie alle persönlichen Kontakte nutzen, die Sie zu Mitarbeitern der jeweiligen Unternehmen besitzen. In den meisten Ländern (z. B. Frankreich, Italien, Spanien, Osteuropa) können diese sehr bedeutsam sein.

Noch 6 Monate: Am Ball bleiben

Es hat noch keinem geschadet, Interesse und Initiative bezüglich des Praktikumsplatzes zu zeigen. Aus diesem Grund sollten Sie regelmäßig (alle 3-4 Wochen) per E-Mail ("follow-up letter") oder Telefon Kontakt zur Personalstelle halten. Dort können Sie nachfragen, ob noch Unterlagen benötigt werden beziehungsweise wie der Status Ihrer Bewerbung ist. Dies wird vor allem in den USA sehr gerne gesehen. Seien Sie dabei jedoch nicht zu fordernd oder aufdringlich. Wenn Sie diese Anrufe geschickt tätigen, erhöhen sich Ihre Chancen. Manche Unternehmen sollen sogar Kandidaten, die sich erkundigen, weiter vorne in der Bewerbungskartei/dem Bewerbungsstapel platzieren.

Bereiten Sie sich auch darauf vor, dass das eine oder andere Unternehmen Sie zu einem persönlichen Interview einlädt oder Ihnen zumindest telefonisch einige Fragen stellen möchte.

Noch 4 Monate: Die Entscheidung, Behördengänge, Unterkunft

Etwa vier Wochen vor Beginn des Auslandspraktikums sollten Sie idealerweise das OK bzw. die Absage erhalten. Denn im Gegensatz zu einem Job in Ihrer Heimat gibt es hier noch eine Menge zu erledigen. Sollten Sie nach drei Monaten noch immer keine Antwort erhalten haben, so lassen Sie sich zumindest eine realistische Einschätzung (50:50) geben.

Eine grundlegende Vorbereitung auf organisatorische Dinge ist jetzt auf jeden Fall ratsam. Suchen Sie sich daher für die betreffenden Länder folgende Daten heraus:

  • Adressen von möglichen Unterkünften (Hotels, Studentenheime, Firmenappartements)
  • Kontakte zu den Behörden (Aufenthaltsgenehmigung, Visum, Führerschein-Zusatzprüfung nötig?)
  • Zeit für behördliche Verfahren, vor allem Visumsantrag und dafür benötigte Dokumente

Diese Informationen sind für Sie sehr bedeutsam, da sie Ihre Zeitplanung sehr beeinflussen können. So dauert ein Visumsantrag für China manchmal nur eine Woche. Die Beschaffung der Dokumente, die Sie dafür benötigen, könnte jedoch kompliziert sein. Ein Praktikantenvisum (J-1) für die USA dagegen kann an die sechs Wochen dauern. Planen Sie daher rechtzeitig und erklären Sie dem Unternehmen, dass Sie eine Vorentscheidung benötigen.

Noch 2 Monate: Visum beantragen, Behördengänge, Unterkunft, Erfahrungsaustausch

Spätestens zwei Monate vor Ihrem Starttermin sollten Sie die bürokratischen Hürden angehen. Am wichtigsten ist das Visum, das auch in der Regel die meiste Zeit in Anspruch nimmt. Machen Sie hier also alles klar - Vorsicht: Oft brauchen Sie hier Bestätigungsschreiben und sogar Garantien des Arbeitgebers. Genauso wichtig ist auch eine Unterkunft. In manchen Ländern kann man vor Ort wesentlich günstigere Konditionen vorfinden. Wenn Sie sich diese Chance nicht entgehen lassen wollen, so besorgen Sie sich eine vorübergehende Unterkunft, z. B. Jugendherberge, günstiges Hotel, Praktikanten-Kollege und suchen Sie vor Ort weiter.

Für all diese Erledigungen steht Ihnen die ideale Hilfe bereit: Ihr Vorgänger oder Kollege. Bestimmt hat das Unternehmen auch andere Praktikanten und wird gerne einen Kontakt vermitteln. Dieser Kollege hat genau Ihre Probleme ein paar Monate zuvor selbst gehabt und weiß zu allen größeren oder kleineren Fragen die Antwort. Er ist auch die ideale Hilfe, um Ihren "Culture Shock" in Grenzen zu halten.

Wenn Sie diesen Zeitrahmen einhalten, sollten Sie keinerlei Probleme in Ihrem Bewerbungsprozess mehr vorfinden. Viel Erfolg bei der Suche.

Vorstellungsgespräch im Ausland

Für ein Bewerbungsgespräch im Ausland sollten Sie zunächst die selben Dinge beachten, die Sie bei einem Gespräch in Ihrer Heimat zu berücksichtigen hätten. Dazu gehören:

  • Kenntnis des Unternehmens
  • Vorbereitung einiger gezielter Fragen, die Interesse signalisieren
  • Passende Kleidung: ein Kostüm bzw. Anzug sind im Zweifelsfall das Beste
  • Rechtzeitiges Eintreffen am Ort des Gesprächs - rechnen Sie Zugverspätungen, Staus etc. ein

Zusätzlich wichtig beim Auslandsgespräch:

  • Rechtzeitige Planung der Anreise: Nehmen Sie nicht den spätesten möglichen Flieger, sondern schaffen Sie sich ein Sicherheitspolster.
  • Klärung, wer die Reisekosten übernimmt: Zögern Sie nicht, bei größeren Distanzen einen Ihnen angebotenen Flug zu akzeptieren.
  • Sprachliche Vorbereitung: Sprechen Sie sich mehrmals Ihre wichtigsten Aussagen vor, die Sie im Gespräch gerne einbringen möchten, und bereiten Sie sich auf kritische Vokabeln vor.
  • Inhaltliche Vorbereitung: Ihre auslandsbezogenen Erfahrungen bzw. Interessen werden sicherlich eine Hauptrolle spielen.
  • Kulturelle Vorbereitung: Gehen Sie bei unbekannten Ländern die wichtigsten Verhaltensmuster mit einem Native Speaker oder einem "Länderspezialisten" durch. Achten Sie auf nationale Besonderheiten. Dies kann Ihnen helfen, peinliche oder beleidigende Verhaltensfehler zu vermeiden. Außerdem wird es Ihr Gesprächspartner sehr schätzen, wenn Sie sich bereits auf die dortigen Umgangsformen eingestellt haben.
  • Kleidung: Neben geputzten Schuhen und tadelloser Kleidung sind bei größeren Reisen folgende Dinge ratsam: zweite Bluse bzw. zweites Hemd und Krawatte, wenn möglich sogar zweites Kostüm oder Anzug. Man kann nie wissen, was passiert. Außerdem gibt eine professionelle Vorbereitung auch viel zusätzliche Sicherheit und Selbstvertrauen.
  • Versteifen Sie sich nicht auf ein einziges Unternehmen in einem Land. Seien Sie sich immer dessen bewusst, dass es eine Unzahl von Möglichkeiten für Sie gibt, die Sie erst kennen lernen müssen.

Während des Gespräches

Für Ihr Gespräch im Ausland sollten Sie folgende Dinge berücksichtigen:

  • Anfangs muss es Ihr Ziel sein, sich dem ausländischen Arbeitgeber zu verkaufen , also bei ihm Interesse zu wecken.
  • Beeindrucken Sie durch klare, präzise Aussagen. Das sollte nach Ihrer gründlichen Vorbereitung kein Problem sein.
  • Zeigen Sie auch selbst Interesse und stellen Sie gezielte Fragen.
  • Falls Sie bedeutende Referenzen innerhalb des Unternehmens haben, so zögern Sie nicht, diese anzusprechen und darauf hinzuweisen, wie viel Positives Sie bereits über das Unternehmen gehört haben (Beispiele vorbereiten).
  • Denken Sie daran, dass von Land zu Land die Bedeutung von Hierarchien verschieden ist, und verhalten Sie sich daher im Zweifelsfall etwas zurückhaltender und höflicher, als Sie es sonst tun würden. Bereiten Sie sich besonders auf Fragen zu Ihren Plänen im jeweiligen Land und zu Kenntnissen in der jeweiligen Sprache vor.
  • Denken Sie – wie bei jedem Bewerbungsgespräch – an eine gute Ausstrahlung (ruhig, interessiert).
  • Heikle Fragen: diese können von Land zu Land differieren. In Großbritannien und den USA brauchen Sie Fragen über Rasse, Familienstand etc. nicht zu befürchten. In anderen Ländern jedoch kann es durchaus sein, dass die Fragen sehr persönlich werden. Denken Sie daran, dass eine gewisse Grenze nicht überschritten werden sollte, und sprechen Sie das auch an.
  • Wenn Sie Ihren Interviewpartner überzeugt haben, so dreht sich der Spieß um: Sie werden nun etwas mehr umworben und haben die Wahl, sich für diesen Arbeitgeber zu entscheiden oder nicht. Wichtig ist hier: vermeiden Sie Überheblichkeit und fragen Sie nach länderspezifischen Details, die Sie unbedingt wissen müssen.
  • Ein Punkt, der immer eine Rolle spielen sollte: erkundigen Sie sich, wie Ihre Karrierechancen als Ausländer sind.
  • Lassen Sie sich Teile des Unternehmens zeigen.

Nach dem Gespräch

Wenn Sie Ihr Gespräch beendet und sich verabschiedet haben:

  • Fragen Sie, ob es die Möglichkeit eines direkten Feedbacks gibt. Ansonsten lassen Sie sich den ungefähren Zeitrahmen der Entscheidung geben. Das signalisiert Interesse.
  • Machen Sie für sich selbst eine Aufstellung über Ihre Leistung: Was habe ich richtig und was habe ich falsch gemacht? Welche Fragen kamen unerwartet?
  • Sie sollten jedoch auch das Unternehmen analysieren: Wie verhielten sich die Mitarbeiter mir gegenüber und zueinander? , Wie ist der Arbeitsplatz? , Wie international ist das Unternehmen wirklich?
  • Besprechen Sie Ihre Erfahrungen und Eindrücke mit Personen, die schon in diesem Land gelebt haben und lassen Sie sich erklären, ob dies ein für das Land typisches Umfeld wäre.
  • Wenn Sie die Entscheidung des Unternehmens gehört haben, zögern Sie nicht, per Anruf um Feedback zu bitten.
  • Sollte die Entscheidung des Unternehmens positiv ausfallen, während Sie selbst noch unsicher sind, dann bitten Sie um ein weiterführendes Gespräch.
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