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Erschöpfung und Müdigkeit

Die große Flaute

Wenn Erschöpfung zum Dauerzustand wird, ist es Zeit, ärztlichen Rat einzuholen.

Erschöpfung

Wenn Müdigkeit zum Dauerzustand wird, könnte sich dahinter eine ernsthafte Erkrankung verbergen.

Als Edelgard Klasing ihren Hausarzt konsultiert, fühlt sie sich so erschöpft, dass sie kaum noch aus dem Bett aufstehen kann. „Nach einer Virusinfektion litt ich plötzlich unter extremer Kraftlosigkeit und bin einfach nicht mehr auf die Beine gekommen“, erinnert sich die 53-jährige Dortmunderin. Dabei war die dreifache Mutter immer ein aktiver Mensch: „Bis zu diesem Zeitpunkt stand ich mitten im Leben.“ Heute weiß Edelgard Klasing, dass sie unter dem chronischen Erschöpfungssyndrom CFS litt. „CFS ist leider bislang wenig erforscht“, erklärt Klasing. Um die Erkrankung auch in Deutschland bekannter zu machen, engagiert sie sich als stellvertretende Vorsitzende im Bundesverband Chronisches Erschöpfungssyndrom Fatigatio e.V. und berät Betroffene zum Syndrom.

 

Erschöpfung: Ein Symptom – viele Ursachen

Meist ist ein Erschöpfungszustand vorübergehend und kann durch bestimmte Lebensumstände wie Schlafmangel, Stress im Beruf oder Belastungen im Privatleben ausgelöst werden. Ist zum Beispiel Stress der Grund für die Abgeschlagenheit, lässt die Müdigkeit in der Regel nach, wenn die Belastung abnimmt. Ausreichend Schlaf, eine gesunde Ernährung, viel Bewegung und Entspannungsverfahren können helfen, die Situation in den Griff zu bekommen.

Allerdings können sich hinter Schwäche und Abgeschlagenheit auch ernsthafte körperliche Erkrankungen verbergen. „Spätestens dann, wenn der Alltag nicht mehr zu bewältigen ist, sollte man sich gründlich beim Arzt untersuchen lassen“, rät Professor Dr. Sadre-Chirazi-Stark, Chefarzt der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Asklepios Westklinikum in Hamburg.

Der erste Weg führt Menschen, die sich müde und erschöpft fühlen, zunächst zum Hausarzt. Zum gründlichen Check Up gehören ein Anamnesegespräch, eine körperliche Untersuchung und in der Regel eine Blutanalyse. Diese Untersuchungen liefern Hinweise auf verschiedene Erkrankungen, die sich in Erschöpfungszuständen äußern. Dazu gehören zum Beispiel Schilddrüsenerkrankungen, Herz- Kreislauferkrankungen oder Entzündungen im Körper.

 

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von wissen.de-Autorin Theresia Blattmann
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