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Tuberkulose

Abk. Tb, Tbc, Tbk, meldepflichtige, weltweit verbreitete Infektionskrankheit durch Tröpfcheninfektion mit dem Erreger Mycobacterium tuberculosis; eine Tuberkulose betrifft vor allem die Lunge, kann aber grundsätzlich alle Organe befallen. Typischerweise verläuft eine Tuberkulose chronisch und geht mit der Bildung kleiner Knötchen aus Epitheloid- und Riesenzellen im Gewebe einher, den Tuberkeln, die im Zentrum einschmelzen (sog. tuberkulöser Käse). Von der Eintrittsstelle werden die Erreger über Blut- und Lymphgefäße und den Bronchialbaum gestreut. Den ersten Tuberkel in der Lunge bezeichnet man als Primärherd. Von dort aus gelangen die Erreger in die umliegenden Lymphknoten, die ebenfalls einschmelzen. Diese Veränderungen werden als tuberkulöser Primärkomplex bezeichnet. In diesem Stadium kommt es zu allgemeinem Krankheitsgefühl, Müdigkeit, Husten, Kopf- und Brustschmerzen. Man unterscheidet zwischen einer offenen (mit Aushusten von Tuberkelbakterien) und einer geschlossenen Form. Unter günstigen Umständen (guter Ernährungszustand, normal arbeitendes Immunsystem usw.) heilt die Erkrankung spontan ab; es kann aber auch nach mehreren Jahren noch zu einer Verbreitung der Tuberkelbakterien in andere Organe kommen. Je nach Lage des Primärherdes unterscheidet man eine Darm-, Nieren- oder Knochentuberkulose. Die Behandlung besteht in der Gabe von Tuberkulostatika über mindestens sechs Monate. Eine Schutzimpfung (BCG-Impfung) ist grundsätzlich möglich, wird aber nur noch bei gesteigertem Infektionsrisiko empfohlen.
Satellitenbild von saisonaler Auenlandschaft mit historischen, in den Boden gegrabenen Fischwehren im untersuchten Naturschutzgebiet CTWS in Belize
Wissenschaft

Fischfang als Wegbereiter für die Maya?

In Mittelamerika lebten schon vor tausenden Jahren Jäger und Sammler. Offenbar waren diese Menschen auch versierte Fischer, wie ein neuer Fund nun nahelegt. In einem artenreichen Feuchtgebiet in Belize haben Anthropologen Überreste eines ausgedehnten Grabensystems entdeckt, das bereits vor rund 4000 Jahren dem Fischfang diente....

Rotorblätter, Wind
Wissenschaft

Vertikale Rotoren im Aufwind

Windkraftanlagen, deren Rotoren sich um eine senkrechte Achse drehen, bieten etliche Vorteile. Doch tückische Strömungen haben ihren Erfolg bisher vereitelt. Eine neue Technik soll das nun ändern. von CHRISTIAN BERNHART Patrick Richter hatte viele Argumente auf seiner Seite, als ein Fernsehteam des Magazins Spiegel TV im August...

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