Lexikon

Schlesinger

[ˈʃlɛsindʒə]
John, britischer Regisseur, * 16. 2. 1926 London, † 25. 7. 2003 Palm Springs; begann zunächst mit sozialkritischen Arbeiten, später vor allem mit Thrillern erfolgreich; Filme: „Nur ein Hauch Glückseligkeit“ 1962; „Asphalt-Cowboy“ 1969; „Sunday Bloody Sunday“ 1971; „Der Tag der Heuschrecke“ 1975; „Der Marathon-Mann“ 1976; „Der Falke und der Schneemann“ 1985; „Fremde Schatten“ 1990; „Auge um Auge“ 1995; „Cold Comfort Farm“ 1996; „Ein Freund zum Verlieben“ 2000.
  • Deutscher Titel: Asphalt-Cowboy
  • Original-Titel: MIDNIGHT COWBOY
  • Land: USA
  • Jahr: 1969
  • Regie: John Schlesinger
  • Drehbuch: Waldo Salt
  • Kamera: Adam Holender
  • Schauspieler: Dustin Hoffman, Jon Voight, Sylvia Miles, John McGiver
  • Auszeichnungen: Oscars 1970 für Film, Regie, Drehbuchadaption
Der gut aussehende Bursche Joe (Jon Voight) macht sich aus Florida auf nach New York, um als Callboy den Aufstieg zu schaffen; doch seine hochfliegenden Pläne scheitern. In der Gosse lernt er Ratso Rizzo (Dustin Hoffman) kennen, einen kleinen, von Drogen und Tuberkulose zerstörten Gauner, der sein »Manager« und Freund wird. Ratso träumt davon, in Florida den Geldadel auszunehmen. Der todkranke Gauner erreicht sein Ziel jedoch nicht mehr.
Der britische Regisseur John Schlesinger gestaltet den psychologischen Reißer mit provozierender Härte in Sprache und Tempo. Bei den Kritikern hinterläßt der Film einen zwiespältigen Eindruck. Nach der Reform des amerikanischen Jugendschutzes erhält »Asphalt-Cowboy« als erster nicht für Jugendliche freigegebener Film einen Oscar für die beste Produktion.
  • Deutscher Titel: Der Marathon-Mann
  • Original-Titel: MARATHON MAN
  • Land: USA
  • Jahr: 1976
  • Regie: John Schlesinger
  • Drehbuch: William Goldman, nach seinem Roman
  • Kamera: Conrad Hall
  • Schauspieler: Dustin Hoffman, Laurence Olivier, Roy Scheider
Mit Schockeffekten und brutalen Details präsentiert John Schlesinger einen Thriller, der sich schon nach kurzer Zeit zu einem der Kassenschlager der 70er Jahre entwickelt.
Durch seinen Bruder Doc (Roy Scheider) gerät der marathon-versessene Student Babe (Dustin Hoffman) unversehens in große Gefahr: Doc war auf der Spur des ehemaligen Nazis Szell (Laurence Olivier), der einen von Juden erpressten Goldschatz aus den USA in sein Exil nach Südamerika schaffen will. Als Doc eingreifen will, fügt Szell ihm schwere Verletzungen zu, an denen er kurz nach dem Gespräch mit seinem Bruder stirbt. Nun ist Babe in der Rolle des Verfolgten.
Die Kritiker äußern sich begeistert über Laurence Olivier, der für die Rolle des dämonischen KZ-Arztes Szell mit einer Oscar-Nominierung belohnt wird.
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