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Aids

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AIDS, HIV
AIDS, HIV
Das Aids-Virus baut seine eigene Erbinformation in die einer Abwehrzelle, einer T-Helfer-Zelle ein und schwächt so auf Dauer das Immunsystem.
Aids: Krankheitsverlauf (Tabelle)
Aids: Stadien des Krankheitsverlaufs nach einer HIV-Infektion
Phase / CDC-KlassifikationStadiumSymptomeDauer
Aakute HIV-Infektionverschiedene klassische Infektionssymptome wie Schweißausbrüche, Muskel- und Gelenkschmerzen, Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen und DurchfallTage bis einige Wochen
Lymphadenopathiesyndromentzündliche Lymphknotenerkrankungmehr als drei Monate
asymptomatische HIV-Infektionkeinebis mehr als zehn Jahre
BKrankheitssymptome oder Erkrankungen, die nicht zur Phase C gehören, aber dennoch der HIV-Infektion ursächlich zuzuordnen sindkonstitutionelle Symptome (Fieber, Durchfall, Gewichtsverlust)
HIV-assoziierte Thrombopenie (Verminderung der Blutplättchenanzahl, die Blutungen von Haut und Schleimhäuten hervorruft)
Candida-Stomatitis (Mundschleimhautentzündung)
HIV-assoziierte Polyneuropathie (Veränderung der Nerven, die motorische und sensorische Ausfälle zur Folge haben kann)
orale Haarleukoplakie (Hautblüten)
abhängig von Therapie und Krankheitsverlauf
CVollbild AIDS; AIDS-definierende Erkrankungenopportunistische Sekundärinfektionen (z. B. Tuberkulose, Salmonellose)
HIV-Enzephalopathie (Gehirnerkrankung)
abhängig von Therapie und Krankheitsverlauf
Aids: Verlaufsgrafik
Aids: Krankheitsverlauf
Der Verlauf einer HIV-Infektion lässt sich anhand zweier gegenläufiger Kurven darstellen. Unmittelbar nach einer Ansteckung steigt die so genannte Viruslast im Blut steil an, gleichzeitig sinkt die Zahl der T4-Zellen. Viele der Betroffenen spüren jetzt Infektionssymptome wie Fieber, Lymphknotenschwellungen, Durchfall oder Gelenkschmerzen. Im Anschluss an diese Akutphase erholt sich das Immunsystem zunächst wieder und kann die Viruslast in Grenzen halten. Doch irgendwann, meist nach einigen Jahren, verliert das Immunsystem den Kampf, und die Viren gewinnen die Oberhand. Das Stadium Aids ist erreicht, wenn der T4-Zellwert unter 200 sinkt oder opportunistische Infektionen die zunehmende Immunschwäche anzeigen. Am Ende dieser Entwicklung steht der Tod.
Abkürzung für englisch acquired immune deficiency syndrome („erworbenes Immundefekt-Syndrom“), eine erstmals 1981 in den USA beobachtete Infektionskrankheit, die durch Viren (HIV, Humanes Immundefizienz-Virus) hervorgerufen wird und sich in einer fortschreitenden Schwächung des körpereigenen Immunsystems äußert, so dass schließlich harmlose Infektionen nicht mehr bekämpft werden können. Die Krankheit kommt oft erst Jahre nach erfolgter Ansteckung zum Ausbruch und endet nach unterschiedlich langem Verlauf immer tödlich.
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