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Wer machte den Verfolgungen ein Ende?
Der römische Kaiser Konstantin (274–337) wurde zum Retter des Christentums. Am Vorabend der Entscheidungsschlacht gegen Maxentius, seinen Rivalen in Italien, soll ihm der Legende nach ein Kreuz oder ein Chi-Rho-Monogramm mit der Inschrift »In diesem Zeichen wirst du siegen« erschienen sein. Nach seinem Sieg an der Milvischen Brücke (312) verfügte Konstantin im Mailänder Toleranzedikt, dass die christliche Religion nicht weiter verfolgt werden dürfe. Konstantin ließ sich nach der Überlieferung zwar erst auf dem Totenbett taufen, er begünstigte aber die Christen bei vielen Gelegenheiten.
Konstantin integrierte die Christen in die Verwaltung des Reiches und übertrug ihnen wichtige Aufgaben. Unter seinen Nachfolgern verdrängten die Christen nach und nach die alte heidnische Elite des Reiches. Julian Apostata, der so genannte Ketzerkaiser und letzte Herrscher aus der konstantinischen Dynastie, versuchte vergeblich, diese Entwicklung umzukehren. Er ließ die verfallenden Tempel der alten Götter restaurieren und hob die Bevorzugung der Christen in der Reichsverwaltung auf. Nach seinem Tod auf einem Feldzug nach Mesopotamien wurden seine Maßnahmen rückgängig gemacht. Das Christentum begann, sich endgültig durchzusetzen. Unter Theodosius dem Großen wurde es 392 als einzig zugelassener Glaube zur Staatsreligion.
Social Media: Viele teilen, ohne zu lesen
Allein die Überschrift scheint vielen Social-Media-Nutzern zu genügen, um einen Nachrichtenartikel zu teilen. In einer Studie haben Forschende 35 Millionen auf Facebook verbreitete Nachrichtenlinks untersucht – und festgestellt, dass diese in 75 Prozent der Fälle geteilt wurden, ohne dass der jeweilige Nutzer den Link selbst...
Reden wir über Gott und das Ende der Welt
Das Ende des Jahres naht, und mit den multiplen Krisen um uns herum scheint manchmal auch das Ende der Welt in greifbare Nähe zu rücken. Haben wir auf absehbare Zeit vielleicht wirklich einen Weltuntergang zu befürchten? Und wenn ja, wann ist er aus wissenschaftlicher Sicht zu erwarten? Eines gleich vorweg: Wir können unser Ende...