wissen.de
Total votes: 162
wissen.de Artikel

Das Militär stürmt die Klöster

Die Lage in Myanmar spitzt sich ungeachtet der internationalen Kritik an dem Vorgehen der Militärregierung zu: Die Armee errichtete zahlreiche Barrikaden in der Hafenstadt Rangun und brachte Wasserwerfer in Stellung. Mehrere Klöster wurden gestürmt.

An der Sule-Pagode, wo die von Mönchen angeführten Massen-Proteste in den vergangenen Tagen jeweils endeten, brachten Truppen laut Augenzeugen zudem sieben Wasserwerfer in Stellung. Zuvor soll die Polizei bei Razzien allein in Rangun etwa 200 Mönche festgenommen haben. Bei den Männern handele es sich um Anführer der Proteste.

Mit den Schritten versucht die Militärjunta, die seit mehr als einer Woche anhaltenden friedlichen Demonstrationen gegen das Regime zu unterdrücken. In den Straßen der Stadt war es am Donnerstag zum Ende der nächtlichen Ausgangssperre relativ ruhig, wie Augenzeugen berichteten. Ein Ende der Proteste zeichnete sich aber nicht ab. Anführer der Oppositionellen appellierten an die Mönche des Landes, weiter auf die Straße zu gehen. Am Mittwoch hatte es erstmals Tote bei den Protesten gegeben.

Unterdessen stürmten Soldaten zur Verhinderung weiterer Proteste in der Nacht Klöster in Rangun. Dabei wurden laut Augenzeugen mehr als 100 Mönche festgenommen. Hunderte Soldaten seien an strategisch wichtigen Orten in Rangun postiert worden. Sie hätten an der Shwedagon- und der Sule-Pagode und einer wichtigen Straße Barrikaden errichtet. Dort hatten sich in den vergangenen Tagen Demonstrationen formiert.

... klicken Sie zum Weiterlesen auf den folgenden Button
Total votes: 162