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Das tapfere Schneiderlein: Coco Chanel

Ein Leben wie ein Märchen?

Gabrielle Bonheur Chasnel (kein Schreibfehler!) ist der goldene Löffel nicht in die Wiege gelegt worden. Geboren als zweite uneheliche Tochter eines in einfachsten Verhältnissen lebenden Markthändlerpaares schienen Karriere und Weltruhm nicht gerade auf sie zu warten. Doch Gabrielle hatte einen eisernen Willen, einen exzellenten Geschmack, eine Vorliebe für reiche Männer - und Talent. Wie das tapfere Schneiderlein arbeitete sie unermüdlich an ihren Kreationen - entwarf erst Hüte, später auch Kleider, Kostüme und Parfums - und schaffte auf einen Streich so ziemlich alles. Als Coco Chanel revolutionierte sie die Frauenmode, reihte sich unter die ganz großen Modeschöpfer des 20. Jahrhunderts ein und hat sich mit dem "kleinen Schwarzen", der Perlenkette und Chanel Nr. 5 unsterblich gemacht.

Das tapfere Schneiderlein und die fleißige Modeschöpferin

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Das tapfere Schneiderlein Chanel beobachtet eine Modenschau

Die französische Modeschöpferin Coco Chanel verfolgt auf einer Treppe sitzend im Januar 1969 in Paris die Präsentation ihrer Frühjahr- und Sommer-Kollektion für das Jahr 1969. Coco Chanel, deren "Chanel-Kostüme" noch heute zu den Klassikern der Damenmode zählen, wurde am 19.8.1883 in Saumur geboren und starb am 10.1.1971 in Paris.

Das tapfere Schneiderlein aus dem Märchen kommt durch eine List in den Besitz eines Königsreichs und obendrein wird ihm auch noch die Königstochter versprochen. Ähnlich geschickt hat sich Coco Chanel ihr Leben lang verhalten und stets dem eigenen Geschmack und Gespür mehr vertraut als dem zeitgenössischen Modediktat. Listig mag auch die Wahl der Männerbekanntschaften gewesen sein, die die Chanel stets für ihre außergewöhnliche Karriere zu nutzen wusste. Doch anders als das tapfere Schneiderlein der Grimm-Brüder musste sie sich keine vermeintliche Heldentat - "Sieben auf einen Streich" - auf den Gürtel sticken, sondern entwarf Kreationen, die selbst als Heldentaten, unter anderem für die Emanzipation der Frau, gewertet werden können. Sie begründete damit ein (Mode-)Imperium, das noch zu Coco Chanels Lebzeiten 160 Millionen Dollar im Jahr erwirtschaftet haben soll.

Voraus hatte das tapfere Schneiderlein der fleißigen Modeschöpferin dennoch zweierlei: Es konnte schneidern - und es fand das wahre Liebesglück. Ein Happy End à la "dann leben sie noch heute" ist der "Mademoiselle" nie vergönnt gewesen. Doch wollen wir das Märchen der armen Halbwaisen einmal von Anfang an erzählen.

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von Susanne Böllert, wissen.de
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