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Die Zukunft ist schwäbisch

EnBW EnyCity

Wie kann man den Bedürfnissen nach mehr Energiebedarf auf der einen Seite und der Pflicht zur Reduzierung des CO²-Ausstoßes auf der anderen Seite gerecht werden, wenn der Wohnraum der Zukunft auch noch in den Städten liegt? Mit der sogenannten EnBW EnyCity hat nicht eine Umweltorganisation, sondern ein Energieunternehmen einen großen Schritt in Richtung Zukunft gemacht, der bald in Stuttgart zu bestaunen sein wird.

Die ideale Stadt

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Modell einer EnBW EnyCity
Sie verbraucht bei gleichen Kosten 15 bis 30 Prozent weniger Energie und verringert den CO²-Ausstoß um mindestens 20, in manchen Fällen sogar um bis zu 40 Prozent: die EnBW EnyCity. Wie das geht? Das Energieunternehmen EnBW hat sich ein kluges Konzept ausgedacht: Bei der Planung eines neuen Wohn- oder Industriegebietes wird nicht mehr irgendwo später ein kleines Kraftwerk auf den Plänen eingezeichnet, sondern Architekten, Verkehrs- und Städteplaner sitzen gleich zu Beginn an einem Tisch. Nur so kann beispielsweise gewährleistet werden, dass Häuser sich nicht im Winter gegenseitig verschatten, so dass mehr geheizt werden muss. Eine gute Wärmedämmung und Heizenergie mittels Wärmepumpen sind in EnBW EnyCity selbstverständlich. Welche Energie für die neue Stadt verwendet wird, wird ebenfalls im Vorfeld geklärt: Geplant ist ein Energiemix aus herkömmlichen Brennstoffen mit einem Zuschuss alternativer Energien wie Sonnen-, Wasser- und Windkraft. Regionale Gegebenheiten bestimmen, welche regenerativen Energien in der neuen Stadt genutzt werden.

Schwaben in China

Nicht zufällig wurde eines der ersten großen geplanten EnBW EnyCity-Projekte für China geplant. Denn gerade hier nimmt der Energiebedarf und damit leider auch der CO²-Ausstoß verstärkt zu, was die Erderwärmung stärker anheizt als notwendig. So entsteht in der chinesischen Provinz Zeijang eine Stadt mit den Ausmaßen des Münchener Großraums. Geplant ist, dass 800 000 Menschen hier einmal leben werden. Und an die Arbeitsplätze wurde auch schon gedacht: Drei Industriezweige (Chemie, Textilherstellung und Maschinenbau) werden in das neue Areal integriert. Während in China bereits eine ganze Stadt geplant ist, wird in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Energiemustersiedlung für etwa 2000 Menschen umgesetzt. Doch wie sieht es mit dem EnBW EnyCity-Konzept "made in Germany" im proklamierten Land der Ideen selbst aus? Hier hat mal wieder das Schwabenländle die Nase vorn. In Stuttgart soll ein Büroviertel für rund 2000 Menschen entstehen. Dass ein Konzept nach China, in die VAE und ins Schwabenländle passt, zeigt, dass Deutschland nach wie vor in Umwelttechnologien große Exportchancen besitzt.

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Ute Becker, wissen.de
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