Digitales Fernsehen – Grundlagen
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Digitales Fernsehen – Grundlagen

Foto: Foto: Santeri Viinamäki, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Bislang funktionierte Fernsehen mit analoger Technik, bei der ein komplettes TV-Bild 25-mal pro Sekunde auf die Bildschirme gesendet wird. Mit der in den 1990er-Jahren entwickelten digitalen Fernsehnorm DVB (Digital Video Broadcasting) werden nicht mehr die ganzen Bilder, sondern nur noch die Veränderungen zum zuvor…

Digitales Fernsehen - was ist das?

Bislang funktionierte Fernsehen mit analoger Technik, bei der ein komplettes TV-Bild 25-mal pro Sekunde auf die Bildschirme gesendet wird. Mit der in den 1990er-Jahren entwickelten digitalen Fernsehnorm DVB (Digital Video Broadcasting) werden nicht mehr die ganzen Bilder, sondern nur noch die Veränderungen zum zuvor gesendeten Bild komprimiert (im sog. MPEG2-Format) übertragen - und zwar wie beim Computer als Ziffernfolgen (zumeist 0 und 1). Vorteil: Über die Datenleitungen können mehr Programme gesendet werden, da sich die Kapazität verbessert: So ersetzen bis zu zehn digitale Programme einen analogen TV-Kanal.

Technische Voraussetzungen

Digitales Fernsehen kann per Kabel (DVB-C), Satellit (DVB-S) oder Antenne (DVB-T) sowie künftig auch über entsprechende Handys (DVB-H) empfangen werden. Ein neues Fernsehgerät muss für den Empfang des digitalen Fernsehens nicht gekauft werden.
Benötigt wird ein Empfänger, der die digitalen Daten in analoge Signale rückverwandelt. Ein solcher Digital Receiver (sog. Set Top Box) wird zwischen TV-Gerät und Kabel oder Satellit angeschlossen. Neuere Fernsehgeräte verfügen in der Regel bereits über ein integriertes Empfangsmodul, so dass in diesem Fall kein zusätzlicher Receiver benötigt wird (Ausnahme: Nutzung kostenpflichtiger Angebote, z.B. Programm-Abos).

Empfangsvarianten im Einzelnen

Kabel: Wer bereits einen Kabelanschluss im Haus hat, der kann am bequemsten auf digitales Fernsehen umstellen und zukünftig bis zu 500 Programme in bester Bild- und Tonqualität sowie zahlreiche Zusatzdienste empfangen, darunter auch Internetzugang und Telefonieren. Im Vergleich zu DVB-S und DVB-T fällt beim Kabelempfang allerdings eine monatliche Nutzungsgebühr an, dafür können mehrere TV-Geräte von einem Kabelanschluss versorgt werden. Wer sich einen Kabelanschluss zulegen möchte, sollte allerdings zunächst klären, ob ein solcher Anschluss am eigenen Wohnort verfügbar ist.

Satellit: Um digitales Fernsehen empfangen zu können, benötigt man neben dem Receiver eine digitaltaugliche Empfangsanlage mit einem sog. Universal-LNB (Low Noise Blockconverter). In naher Zukunft sollen bis zu 1000 Rundfunkprogramme sowie zusätzliche Informationsdienste ausgestrahlt werden, Internet und Telefonieren sind per Satellit aber nicht möglich. Zusätzliche monatliche Gebühren fallen beim Satellitenempfang nicht an. Die Empfangsqualität kann durch sehr schlechtes Wetter beeinträchtigt sein.

Antenne: Fernsehempfang über eine klassische Zimmer- oder Dachantenne ist künftig nur noch digital möglich. Je nach Wohnort reicht neben dem (integrierten) Receiver eine Zimmerantenne zum Empfang. In Empfangs-Randgebieten wird eine Außen- oder Dachantenne benötigt. Eine flächendeckende Einführung von DVB-T ist vor allem in ländlichen Gebieten nicht geplant.
DVB-T kann via Antenne auch im Freien und im Auto empfangen werden (sog. Überall-Fernsehen). Die Zahl der Programme ist zunächst auf 30 beschränkt. Monatliche Nutzungskosten fallen nicht an. Die Empfangsqualität kann gegenüber Kabelanschluss und Satellit geringer ausfallen.

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