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Herausforderung für die Supermacht

4. November 1979, Teheran. Rund 500 Iraner, vorwiegend Studenten, stürmen am späten Vormittag die US-Botschaft und bringen rund 100 Menschen, darunter 62 US-Bürger, in ihre Gewalt. Der US-amerikanische Geschäftsträger Bruce Laingen und zwei weitere US-Diplomaten werden währenddessen im Außenministerium festgehalten.

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Als Bedingung für die Freilassung des Botschaftspersonals fordern sie die Auslieferung des gestürzten Schahs Mohammad Reza Pahlewi, der sich seit fast zwei Wochen zur medizinischen Behandlung in den Vereinigten Staaten aufhält. Die Geiselnehmer berufen sich auf eine Botschaft des schiitischen Revolutionsführers Ayatollah Ruhollah Chomeini, der am 1. November eine Aktion für diesen Tag forderte. Es ist ein Gedenktag: Ein Jahr zuvor hatte der Ex-Schah mehrere hundert Demonstranten niederschießen lassen und anschließend eine Militärregierung eingesetzt.

Der Überfall

Trotz dieser Vorwarnung ist das Personal unvorbereitet, als gegen 10.45 Uhr die ersten Demonstranten auf das Botschaftsgelände vordringen. Sie überwältigen die zum Schutz des Gebäudes eingesetzten US-Marineinfanteristen und bringen bis 12.30 Uhr das Gebäude endgültig in ihre Gewalt.Die in der Botschaft gefangenen Personen werden aus dem Haus gebracht. Währenddessen skandiert eine immer größer werdende Menschenmenge antiamerikanische Parolen: "Chomeini kämpft, Carter zittert, gebt uns den Schah, Tod den USA, Tod für Carter."

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