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Prag: Aus den zweitägigen Parlamentswahlen in der Tschechischen Republik gehen die regierenden Sozialdemokraten (CSSD) als Sieger hervor. Die mit ihrem neuen Parteivorsitzenden Vladimir Spidla als Spitzenkandidaten antretenden Sozialdemokraten büßen mit 30,2% der Stimmen nur geringfügig gegenüber 1998 ein (32,3%). Die konservativ ausgerichtete Demokratische Bürgerpartei (ODS) unter dem früheren Premier und Parlamentspräsidenten Vaclav Klaus kommt auf 24,5% (1998: 27,7%). Deutlich zulegen können die Kommunisten (KSCM), die ihren Stimmenanteil von 11 auf 18,5% steigern und nun die dritte Kraft im Parlament sind vor dem Zentrumsbündnis aus Christlichdemokraten (KDU-CSL) und der liberalen Freiheitsunion (US) mit 14,3% (1998: 17,5%). Von den 200 Sitzen im Repräsentantenhaus besetzt die CSSD 70 Mandate, die ODS 58 und die KSCM 41. Gemeinsam mit der Zentrumskoalition (31 Sitze) haben die Sozialdemokraten eine Mehrheit von 101 Sitzen.