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Kopenhagen

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Eine kleine Stadt, die groß denkt – so beschreibt sich Kopenhagen selbst. Sie ist nicht nur die Hauptstadt Dänemarks, offiziell leben hier sogar die glücklichsten Menschen der Erde – das jedenfalls belegen psychologische Studien. In diesen Tagen könnten zumindest einige Besucher der Stadt besonders glücklich werden. Denn vom 6. bis zum 10. Mai 2014 findet hier der Eurovision Song Contest statt.

Die kleine Meerjungfrau
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Für die Austragung des europäischen Gesangwettbewerbs wurde eigens ein altes Werftgelände umgebaut. Die Insel Refshaleøen, auf der sich das alte Werftgelände befindet, wird Anfang Mai zur Eurovision Island. Apropos Inseln: Kopenhagen liegt nicht nur an der Küste, auch in der Stadt ist man selten mehr als ein paar Minuten Fußweg vom nächsten Kanal oder Wasserarm entfernt. Die offene Atmosphäre und das entspannte Leben am Wasser prägen daher Stadt und Einwohner. Sogar Baden gehen ist in der Stadt kein Problem: Das Hafenbad und mehrere Strandbäder machen es möglich.

Bunte Häuser und eine Seejungfrau

Wer keine Lust auf Gesang und Show hat, für den gibt es in der dänischen Hauptstadt auch so genügend zu sehen und zu erkunden. Denn obwohl Kopenhagen eher klein ist, bieten seine sehr unterschiedlichen Stadtviertel viel Abwechslung. Die Innenstadt ist durch ihr historischen Gebäude und engen, verwinkelten Gassen geprägt. Besonders bekannt: der Nyhavn – ein Stichkanal vom Hafen zum Platz Kongens Nytorf. Entlang des von schmiedeeisernen Gittern und Kopfsteinpflaster gesäumten Kanals reihen sich bunte Giebelhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Zahlreiche Cafés und Restaurants laden zu Verweilen ein.

Am Nyhavn wohnte auch der dänischen Märchenschriftsteller Hans Christan Andersen. An ihn erinnert das Denkmal der Kleinen Meerjungfrau am Hafen, sie wurde von dem Bildhauer Edvard Eriksen nach dem gleichnamigen Märchen des Dichters entworfen. Heute ist die auf einem Felsen im Wasser sitzende Skulptur das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Über eine Uferpromenade kann man von ihr aus entlang des Wassers bis zum Kastell schlendern, einem Relikt der alten Stadtbefestigungen.

Alternativkultur in Christiania

Ebenfalls am Wasser liegt der Stadtteil Christianshavn – eine Art Klein-Amsterdam mit zahlreichen Kanälen, Hausbooten und ehemaligen Speicherhäusern. Hier findet sich auch die Freistadt Christiania. Sie geht auf eine in den 1970er Jahren gegründete alternative Gemeinschaft zurück, die stark durch die Hippiebewegung und kollektives Leben und Arbeiten geprägt war und in Teilen noch ist. Heute gilt Christiania als ein weit über Dänemarks Grenzen hinaus bekanntes Zentrum der Alternativkultur. Mit seinen bunt bemalten Häusern und eigenwilligen Kunstobjekten ist es definitiv einen Besuch wert.

Schlösser, Museen und ein Vergnügungspark

Aber auch die zahlreichen Museen der Stadt und nicht zu vergessen die drei Königsschlösser Schloss Christiansborg, Schloss Rosenborg und Schloss Amalienborg, gehören zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ebenfalls sehenswert: der Tivoli. Dieser Vergnügungspark wurde bereits 1843 eröffnet und ist damit der älteste der Welt. Heute bieten zahlreiche Restaurants, Fahrgeschäfte und eine chinesische Pagode reichlich Gelegenheit zur Zerstreuung.

Das Praktische: Weil Kopenhagen so überschaubar ist, lassen sich die meisten Orte bequem zu Fuß oder per Fahrrad erkunden. Auch die Einheimischen nutzen mit Vorliebe das Fahrrad.

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