Lexikon

Äthiopien

Von tropisch heiß bis schneebedeckt

Äthiopien liegt im Bereich tropischen Klimas, doch werden die Temperaturen nicht von der geographischen Breite, sondern von der Höhenlage bestimmt. Charakteristisch ist der Gegensatz zwischen dem gemäßigten, regenreichen Hochland und den heißen, trockenen Tiefebenen.
Als Kolla bezeichnet man die heiße Zone des Hochlandes bis zu einer Höhe von 1800 m, die bei mittleren Temperaturen von 26–30 °C weniger als 500 mm Regen im Jahr erhält. Daran schließt sich die warmgemäßigte Woina Dega mit durchschnittlichen Jahrestemperaturen von 22 °C und Niederschlägen bis 1000 mm an. Hier liegt das wirtschaftliche Kerngebiet Äthiopiens. Die einst dichten Wälder wurden gerodet und in Ackerland umgewandelt. Ab 2400 m folgt die Dega, die wegen ihres kühlgemäßigten Klimas mit Durchschnittswerten von circa 16 °C und 1800 mm Niederschlägen für den Getreideanbau und die Weidewirtschaft genutzt wird. Die oberste Klimastufe bildet die kühle Tschoke in über 3600 m Höhe, in der die Niederschläge auch als Schnee fallen.
Die Regenzeit dauert in den meisten Gebieten von Juni bis September. Nach Norden und Osten nimmt die Zahl der Trockenmonate zu. Das Danakiltiefland und das Hochland Ogaden haben Wüstencharakter.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Von tropisch heiß bis schneebedeckt
  3. Bevölkerung
    1. Vielvölkerstaat
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft
    1. Subsistenzwirtschaft
    2. Industrie, Bergbau, Verkehr
  7. Geschichte
    1. Christliches Königreich
    2. Die Ära Haile Selassie
    3. Diktatur und Demokratisierung
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