Lexikon

Afrika

Pflanzen- und Tierwelt

Der nördliche Teil Afrikas einschl. der Kanarischen Inseln und Madeira trägt mediterrane Hartlaubgehölze, Halfagrassteppen sowie Eichen- und Koniferenwälder. Das klimatisch verwandte Kapland weist eine Hartlaubvegetation individueller Prägung mit besonders vielen Ericaceen- und Proteaceenarten auf. Der immergrüne tropische Regenwald mit üppigem Wachstum und großem Artenreichtum kommt im Kongobecken und in Oberguinea vor, wo die Jahresniederschläge mindestens 1500 mm betragen. Im Gebiet der wechselfeuchten Tropen, im Sudan, in Ostafrika, im nördlichen und östlichen Südafrika, wird er von einem breiten Savannengürtel umgeben, der in den niederschlagsreicheren Gebieten als regengrüne Feuchtsavanne mit teilweise Laub abwerfenden Bäumen und hohen Gräsern ausgebildet ist, mit zunehmender Trockenheit als Trockensavanne mit niedrigem Gras und Bäumen mit Schirmwuchs auftritt und schließlich in die Dornsavannen mit Wasser speichernden Flaschenbäumen übergeht. Im Sudan, Somaliland und Kalaharibecken geht die Dornsavanne in teilweise salzige Halbwüste und in der Sahara und Namib schließlich in vegetationslose Kernwüste über. Mangrovewälder findet man an den tropischen Flachküsten.
Im tropischen Afrika fallen besonders die Unterschiede in der Tierwelt der Regenwälder und der Savannen auf. Die ganzjährige Wachstumsperiode des Regenwaldes stellt für viele Tiergruppen ein Optimum an Entfaltungsmöglichkeiten dar. Daher herrscht hier größter Arten- und Formenreichtum, der Wald ist das Lebensgebiet von Einzelgängern oder kleineren Horden. Fliegende Formen (Fledermäuse, Vögel, Insekten), Klettertiere (Affen und Halbaffen, Flughörnchen, Baumfrösche und Baumschlangen) und Zwergformen (Zwergbüffel, Zwergflusspferd, Zwergantilope, Zwergelefant) sind charakteristisch. In den mehr oder weniger offenen Landschaften aller Savannentypen herrschen dagegen die Läufer vor, z. B. Huftiere (Büffel, Zebras, Antilopen, Giraffen), Laufvögel (Strauße, Trappen), Raubkatzen (Löwe, Gepard) und Hyänen. Die einseitigen Bedingungen des Lebensraumes haben eine artenarme, aber sehr individuenreiche Tierbevölkerung zur Folge. Auch begünstigt die offene Landschaft die Existenz großer Formen. In der Savanne sind daher die größten Landsäugetiere zu finden: Elefanten, Nashörner, Giraffen und Büffel.
Elefantenherde
Elefantenherde
Wie zahlreiche Weidetiere leben Elefanten in Herden. Hier eine Herde von Afrikanischen Elefanten im lichten Trockenwald.
Zwergflusspferde
Zwergflusspferde
Flusspferde verbringen den ganzen Tag in Gruppen im Wasser, erst des Nachts gehen sie an Land, um zu weiden.
Giraffen:Herde
Giraffenherde
Giraffen sind scheue und friedfertige Tiere. Sie bewohnt in Herden die Buschsteppen und Savannen Afrikas von Nubien bis zum Kapland.
Gepardin mit Jungtier
Gepardin mit Jungtier
Nach einer Tragezeit von 90-95 Tagen wirft die Gepardin an geschützter Stelle 1-5 Junge.
  1. Einleitung
  2. Natur
  3. Oberflächengestalt
  4. Gewässer
  5. Klima
  6. Pflanzen- und Tierwelt
  7. Bevölkerung
  8. Wirtschaft
  9. Verkehr
  10. Erforschung
  11. Geschichte
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