Lexikon
Baudrillard
[bodriˈja:r]
Jean, französischer Soziologe und Philosoph, * 20. 7. 1929 Reims, † 6. 3. 2007 Paris; 1968–1987 Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Paris-Nanterre, Kulturkritiker und Medientheoretiker; ausgehend von der marxistisch geprägten Theorie der Konsumgesellschaft wandte sich Baudrillard besonders der Analyse der Zeichenwelt der Werbung zu, die er zu einer allgemeinen Medientheorie erweiterte. Nach Baudrillard ist die Realität durch eine in sich geschlossene Welt aus Symbolen (z. B. von Konsumgegenständen) ersetzt worden, die einen Wirklichkeits- und Wahrheitsbezug nur noch vortäuschen. Werke u. a.: „Das System der Dinge“ 1968, deutsch 1991; „Der symbolische Tausch und der Tod“ 1976, deutsch 1982; „Die fatalen Strategien“ 1983, deutsch 1985; „Die Transparenz des Bösen“ 1990, deutsch 1992.
Wissenschaft
KI-Sprachmodell analysiert und entwirft DNA-Sequenzen
Mit einem Wortschatz von lediglich vier Buchstaben kodiert die DNA in Millionen von Basenpaaren die genetische Information. Diese „Sprache des Lebens“ hat nun ein neues KI-Modell gelernt, das nach dem gleichen Prinzip funktioniert wie große Sprachmodelle. Das Modell namens Evo wurde mit 2,7 Millionen Genomen von Bakterien und...
Wissenschaft
Erdrotation mit Quantenverschränkung gemessen
Mit Hilfe verschränkter Quantenteilchen haben Forschende den Einfluss der Erdrotation gemessen. Damit bauen sie eine Brücke zwischen der Quantenmechanik und Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie. Für ihr Experiment nutzten die Forschenden den sogenannten Sagnac-Effekt aus. Dieser führt dazu, dass die Rotation der Erde die...