Lexikon
Bedeutungswandel
Veränderungen im Sinngehalt oder in den Bedeutungsmöglichkeiten eines Wortes; entsteht dadurch, dass ein Wort auf einen neuen Bedeutungsbereich übertragen wird (Metapher) und dass bei den Sprechenden das Bewusstsein, dass es sich hierbei um eine Übertragung und gar nicht um die „eigentliche“ Bedeutung handelt, verloren geht (im Unterschied zu den bewusst vollzogenen rhetorischen Figuren). Bei einer allmählichen Verschiebung der Bedeutung durch mehrfache Übertragung auf nahe liegende Bereiche spricht man statt von Metapher von Metonymie.
Durch Bedeutungswandel kann sich die Bedeutung eines Wortes z. B. erweitern (Wand [zu winden] bezeichnete ursprünglich nur das „Gewundene“ eines primitiven Flechtwerkbaus, wurde dann metonymisch auf jede neue Bautechnik ausgedehnt) oder verengen (First hieß ursprünglich jeder waagerechte Balken, nicht nur im Dachstuhl), verbessern (Marschall, ursprünglich „Pferdeknecht“) oder verschlechtern (Dirne, ursprünglich „Dienerin“). Der Bedeutungswandel wird ausgelöst durch die allgemeinen kulturgeschichtlichen Veränderungen und spiegelt diese wider. Etymologie.
Wissenschaft
Unterwegs durch die Luft: Mikroben
Eine enorme Vielfalt winziger Lebewesen reist durch die Atmosphäre, findet neue Lebensräume und produziert dabei Wolken. Von THOMAS ZAUNER Früher Morgen und volle U-Bahn. Ein lautes Niesen von hinten. Schon zucken die übrigen Fahrgäste zusammen. Denn nicht erst seit der COVID-19-Pandemie ist uns allen bekannt, was das bedeutet:...
Wissenschaft
Wer ist der bessere Möbelschlepper – Mensch oder Ameise?
Ameisen sind für ihr kollektives, koordiniertes Trageverhalten und ihre Intelligenz bekannt. Aber sind sie einzeln oder in der Gruppe schlauer? Das haben Forscher in einem Experiment getestet. Demnach finden Ameisen als Kollektiv bessere Lösungen für ein Problem als alleine. Sie manövrieren einen sperrigen Gegenstand effektiver...