Lexikon
Semạntik
[
griechisch
]die Lehre von der Bedeutung von Zeichen, insbesondere von Wörtern und Sätzen. Man unterscheidet zwischen Referenzsemantik und Sinnsemantik.
Sprachwissenschaft
In der Sprachwissenschaft ist die Semantik ein Zweig, der sich mit Bedeutung und Inhalt sprachlicher Ausdrucksformen sowie mit deren Beziehungen zu den bezeichneten Gegenständen und Tatsachen befasst.
Als eigenständige Disziplin wurde die Semantik 1825 von K. C. Reisig begründet. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Forschungsansätze und -theorien herausgebildet. Zunächst standen Etymologie und Fragen des Bedeutungswandels im Mittelpunkt, die unter rein diachronen Aspekten untersucht wurden. Diese Betrachtungsweise wurde von einer deskriptiven bzw. synchronen abgelöst. Das Interesse verlagerte sich auf die strukturelle Komponente des Wortschatzes der Einzelsprachen. Grundlegend in diesem Bereich arbeiteten F. de Saussure und L. Hjelmslev. Die Beziehung zwischen Inhaltsseite und Ausdrucksseite wurde aufgezeigt, u. a. unter dem Aspekt von Synonymie und Polysemie.
In der generativen Transformationsgrammatik untersuchte und beschrieb man die enge Verbindung zwischen Syntax und Semantik, was zur Grundlage für die Satz- und Textsemantik wurde. Letztere kann auf Basis der textlichen Tiefenstruktur und der Satzverflechtungen und -zusammenhänge entwickelt werden. Jedoch zeigte sich, dass textinterne Komponenten allein für die Untersuchung nicht mehr ausreichten, außerhalb des Textes liegende Faktoren mussten einbezogen werden. In jüngster Zeit hat vor allem die Sprechakttheorie der Semantik neue Impulse gegeben.
Logik
In der Logik untersucht die Semantik die Beziehungen zwischen Sprache, Denken und Wirklichkeit sowie die Wahrheitsbedingungen von Sätzen und Folgerungen.
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