Lexikon
Belgien
Unter wechselnden Herrschaften
Seinen Namen verdankt das Land den keltisch-germanischen Belgen, die ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. die Region besiedelten. 57–51 v. Chr. wurden sie von Cäsar unterworfen und das Land wurde Teil des römischen Herrschaftsgebiets. Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches in der Völkerwanderung gehörte das Gebiet des heutigen Belgien zum Frankenreich, das im Vertrag von Verdun 843 geteilt wurde. In der Folgezeit bildete sich eine Vielzahl von Regionalherrschaften heraus, die eine unterschiedliche Entwicklung nahmen. Besonders Flandern und Brabant erlebten im Spätmittelalter eine wirtschaftliche Blütezeit. Erst im 15. Jahrhundert wurden die Landesteile unter burgundischer Hegemonie geeint und fielen 1477 durch Heirat an das Haus Habsburg. Der Konkurrenzkampf zwischen Frankreich und den Habsburgern dominierte in den folgenden Jahrhunderten die Geschichte Belgiens, mehrfach wechselten Herrschaft und Einflussnahme zwischen den beiden Großmächten.
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