Lexikon
Brasch
Thomas, deutscher Schriftsteller, * 19. 2. 1945 Westow, Yorkshire (England), † 3. 11. 2001 Berlin; Sohn des späteren hohen DDR-Funktionärs Horst Brasch; wurde 1968 in der DDR wegen „staatsfeindlicher Hetze“ verurteilt; siedelte 1976 nach Berlin (West) über; schrieb Prosatexte, Dramen und Gedichte, deren zentrales Thema das Aufbegehren des Individuums gegen Zwänge und Tabus ist. Zuletzt Arbeit am Berliner Ensemble. Prosa: „Vor den Vätern sterben die Söhne“ 1977; „Kargo“ 1977; „Mädchenmörder Brunke“ 1999; Bühnenstücke: „Die argentinische Nacht“ 1977; „Lovely Rita“ 1978; „Mercedes“ 1983; „Stiefel muss sterben“ 1999; Gedichte „Der schöne 27. September“ 1980.
- Erscheinungsjahr: 1977
- Veröffentlicht: Bundesrepublik Deutschland und DDR
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Vor den Vätern sterben die Söhne
- Genre: Prosa
Im Rotbuchverlag in Berlin erscheint der Erzählband »Vor den Vätern sterben die Söhne« von Thomas Brasch (* 1945). Brasch beschreibt die Arbeits- und Alltagswelt in der DDR. Nach der Veröffentlichung des Bandes wird ihm von der Kulturbürokratie bedeutet, dass in absehbarer Zeit kein Buch mehr von ihm in der DDR erscheinen werde. Brasch übersiedelt daraufhin nach Berlin (West).
- Erscheinungsjahr: 1983
- Veröffentlicht: Bundesrepublik Deutschland und DDR
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Mercedes
- Genre: Drama
Am 5. November wird das Drama »Mercedes« von Thomas Brasch (* 1945) am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt. Ein junges, arbeitsloses Paar wird mit einem Mercedes als einem Symbol des Reichtums konfrontiert. Sie empfinden das Statussymbol als anstößig und greifen zur Gewalt.
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