Lexikon

dänische Musik

Goldenes Zeitalter

Während Dänemarks Goldenem Zeitalter (18001870) wurde der Weg zu einer eigenen Nationalmusik vor allem von Johann Peter Emilius Hartmann und seinem Schwiegersohn Niels Wilhelm Gade als Hauptvertretern der dänischen Romantik fortgesetzt, die bedeutende Bühnen- und Orchesterwerke schufen. Peter Arnold Heise (* 1830,  1879) gab der Oper neue Impulse und trat daneben als Liedkomponist in der Tradition Robert Schumanns hervor, während Hans Christian Lumbye (* 1810,  1874) mit seiner Unterhaltungs- und Tanzmusik als „nordischer Strauß“ in die Geschichte einging.
Nach Gades Tod entwickelte sich neben dem spätromantischen Stil (Lieder von Peter Erasmus Lange-Müller [* 1859,  1926]; Sinfonien von Rued Langgaard [* 1893,  1952]) in Hinwendung auf eine nationale Musik eine bewusst schlichte Tonsprache, die sich besonders bei Carl Nielsen in seiner Oper „Maskarade“ und seinen sinfonischen Werken findet. Nielsens Erbe lebte auch in der nachfolgenden Komponistengeneration auf vielfältige Art weiter: So bei Vagn Holmboe mit seiner individuellen, als Metamorphosetechnik bezeichneten Schreibweise oder bei Knudåge Riisager (* 1897,  1974) mit seinem neoklassizistischen Stil. Daneben engagierten sich Jørgen Bentzon (* 1897,  1951) und Niels Finn Høffding (* 1899,  1997) für den Ausbau der Musikerziehung.
  1. Einleitung
  2. Europäische Einflüsse
  3. Goldenes Zeitalter
  4. Moderne und Zweites Goldenes Zeitalter
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